Assessment Center: Tipps und richtige Vorbereitung

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Assessment Center: Tipps und richtige Vorbereitung

Keine Frage, ein Großteil der Unternehmen schwört bei der Mitarbeitersuche nach wie vor auf das klassische Vorstellungsgespräch. Doch auch das Assessment Center ist nach wie vor beliebt – immerhin können sich Personaler und Führungskräfte gleichzeitig einen Überblick über mehrere Kandidaten schaffen und haben einen direkten Vergleich. Doch wenn man als Bewerber zum ersten Mal zu einem Assessment Center eingeladen wird, kann man schon mal nervös sein.

 

Assessment Center (kurz: AC) dauern meist mehrere Stunden oder auch den ganzen Tag. Den Kandidaten wird viel abverlangt, vor allem vollste Konzentration und Aufmerksamkeit in verschiedenen Einzel- und Gruppenübungen. Anhand von Intelligenz- und Persönlichkeitstests sowie Rollenspielen wird beobachtet, wie fokussiert der Bewerber ist, wie er oder sie sich in bestimmten Situation verhält oder welche Rolle er im Team übernimmt, z. B. während einer Gruppenarbeit. Dadurch ist es leichter möglich – vor allem im Vergleich zum klassischen Vorstellungsgespräch – direkte Rückschlüsse auf das Arbeitsverhalten der Bewerber zu schließen. Diese Verfahren verlaufen meist auch sehr standardisiert und kontrolliert ab, d.h. die Beobachter, so genannte Assessoren, werden vom Personaler genau geschult und angewiesen worauf es zu achten gilt.

Was erwartet mich bei einem Assessment Center?

Neben den Aktionen, auf die wir gleich genauer eingehen, können auch auf den Job angepasste Übungen eingesetzt werden. Diese sind von einem zum anderen Assessment Center unterschiedlich, sollten sich aber im Rahmen dieser Elemente bewegen:

Hearings

Ähnlich einem Vorstellungsgespräch werden Bewerber von den Assessoren befragt. Die Fragen können auf ein vorangegangenes Bewerbungsgespräch aufbauen oder etwas konkreter gestellt werden. Ein Klassiker ist die Darstellung einer Problemsituation und die anschließende Fragen: „Wie würden Sie das Problem lösen?“ und nach der Antwort. „Warum haben Sie das Problem auf diese Weise gelöst?“ Dabei zielt die erste Frage auf Ihre fachlichen und methodischen Kompetenzen sowie Ihre Kombinationsfähigkeit und Lösungsorientierung ab. Die Antwort auf die zweite Frage sollte Ihre persönlichen und sozialen Stärken untermauern.

Gruppenübungen

Hier müssen Sie in einer Gruppe mit den anderen Kandidaten eine Problemstellung bearbeiten, ein Rätsel lösen, zu einer Einigung kommen oder Ähnliches. Praktizieren Sie dabei aktives Zuhören, bringen Sie sich mit konstruktiven Vorschlägen ein und versuchen Sie, mit Fakten und diplomatisch Ihre gewünschte Lösung durchzusetzen.

Rollenspiele

Meist als Paarübung durchgeführt, stellen Sie mit einem anderen Kandidaten eine Diskussionssituation nach. Das könnten Verhandlungen, Verkaufsgespräche oder sonstige Konflikte sein, bei der Sie zu einer Einigung kommen sollten.

Tests

Während des Assessment Centers kann es sein, dass Ihnen schriftliche Tests vorgelegt werden, in denen Ihre Persönlichkeitsmerkmale, Kombinatorik, analytische Fähigkeiten, mathematische Kenntnisse oder Ähnliches abgefragt werden. Auch der klassische Intelligenztest kommt oft zum Einsatz. Keine Sorge: es ist üblich, dass Sie wahrscheinlich mit der Beantwortung nicht fertig werden. Meist wird weniger Bearbeitungszeit vorgegeben, als Sie tatsächlich brauchen würden.

Wie bereite ich mich auf ein Assessment Center vor?

Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Beispiele von Tests und Übungen, die im AC zum Einsatz kommen könnten. Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Assessment Center haben, empfehlen wir Ihnen, sich vorab einige dieser Übungen anzusehen, z.B. hier. Auch wenn nicht exakt dieselben Fragen kommen, wissen Sie so zumindest was dahintersteckt und haben einen ungefähren Plan wohin die Reise gehen soll.

Ansonsten – seien Sie Sie selbst! Geben Sie nicht vor, eine andere Persönlichkeit zu haben und verstellen Sie sich nicht. Die Assessoren werden Ihre Persönlichkeit erkennen und Sie passend bewerten. Wenn Sie den Job nach einem Assessment Center nicht erhalten, war’s wahrscheinlich nicht das Richtige für Sie!

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Optimale Vorbereitung: Fragen im Vorstellungsgespräch

Der Originalartikel erschien am 24.3.2017 und wurde hier überarbeitet und mit Informationen ergänzt.

7 Sünden im Vorstellungsgespräch

Aus der Sicht eines Bewerbers – ein Gastbeitrag unseres tollen Praktikanten Niklas!

 

Endlich meldet sich die Firma des Begehrens und der Traumjob winkt einem zu. Das kann einen schon auf ganz neue Hochs befördern, wenn nach unzähligen Bewerbungen endlich eine Früchte trägt.

Doch sicher ist man noch lange nicht, denn die endgültige Entscheidung wird erst nach dem Audit gefällt. Um nicht in eine der unzähligen Fallen zu tappen, haben wir hier sieben Sünden aufgelistet, auf die ihr jedenfalls achten müsst.

 

„Meine Schwäche ist, dass ich eigentlich perfekt bin‘

Wer kennt sie nicht, die lästige Frage nach den eigentlichen Schwächen und die unendlichen Konsequenzen einer falschen Antwort. Die klassischen Sünden sind Statements wie ‚ich bin zu genau‘ oder ‚ich bin zu motiviert‘. Etwas Positives als negative Eigenschaft zu verkaufen ist ein uralter Trick, der Bewerbern seit Jahrzehnten nicht mehr abgenommen wird.

Tipp: Sucht Euch eine menschliche Schwäche heraus, an der Ihr bereits arbeitet. Etwas Dezentes aber doch Nachvollziehbares, beispielsweise die eigene Ungeduld. In dieser Harvard-Studie kam raus, dass das Zugeben von „echten Schwächen“ bei Bewerbungsgesprächen viel besser ankommt.

 

Immer Anzug und Krawatte

Die Regel kennt man: Bewerbung ist Bewerbung, da hat man sich passend zu kleiden und der erste Eindruck ist wichtig, doch man wird sich in einem jungen Modegeschäft einige besorgte Blicke einfangen, wenn man sich kleidet als würde man Mitglied der Men In Black sein.

Tipp: Seht euch die Firma im Vorhinein an, achtet auf die Kleidung der Mitarbeiter im Dienst und orientiert euch daran. Es soll Mühe dahinter sein, aber das Outfit muss der Situation angepasst werden. Seht Euch hierzu unseren Blogbeitrag Nicht nur Fähigkeiten zählen: Richtiges Verhalten beim Jobinterview an!

 

Pünktlichkeit ist ein Zeichen von Respekt!

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Man kann noch so rechtzeitig von zuhause weggehen und den kürzesten Bus nehmen, den Verkehr kann niemand kontrollieren und welcher Chef möchte schon einen Mitarbeiter, der nicht einmal zum Aufnahmegespräch rechtzeitig erscheinen kann?

Überpünktlichkeit ist jedoch auch keine Tugend, so wird sich euer zukünftiger Chef kaum freuen, wenn ihr statt um 10:30, bereits um 9:00 in seinem Büro antanzt.

Tipp: Nehmt einen oder zwei Busse vorher und wartet gediegen in der Nähe der Firma.

 

Der Firmeneingang führt nicht direkt ins Büro vom Chef

Um beim Zeitmanagement zu bleiben ist zu sagen, dass euer zukünftiger Chef bei einem Gespräch um 9:00 Uhr erwartet, dass ihr um 9:00 in seinem Büro seid.

Gerade große Firmen sind so aufgebaut, dass es teilweise recht verwirrend sein kann, beziehungsweise man am Lift oder an der Rezeption etwas Zeit braucht. Zudem kann der Weg über größere Firmengelände oft Extrazeit in Anspruch nehmen.

Tipp: Seid, je nach Größe der Firma, zirka 15 Minuten vor dem Gesprächsbeginn am Firmengelände um sich locker zurecht zu finden.

 

„Also, Zigaretten sollte ich mir schon leisten können“

Gehaltsfragen sind wichtig. Natürlich tut jeder so, als würde er sich wegen der tollen Stelle bewerben und natürlich ist es wichtig einer Tätigkeit nach zu gehen die einem Spaß macht, doch aus Jux und Tollerei gehen die wenigsten von uns Arbeiten.

In der Regel weiß das auch der Chef und stellt die Frage nach den Gehaltsvorstellungen.

Tipp: Sich vorher ein Gehalt überlegen, das im Bereich des Möglichen liegt. In der Regel steht die Verhandlungsbasis des Gehalts in der Stellenbeschreibung. Es ist okay diese mit seiner Vorstellung zu überschreiten, solange man dies im Gespräch auch selbstbewusst begründen kann.

Wem die Gehaltsfrage immer noch Bauchweh bereitet, der sollte sich diesen Blogbeitrag oder folgende Präsentation für weitere hilfreiche Tipps zu Gemüte führen. 

„Wer reitet so spät durch Nacht und Wind…“

Ein Bewerbungsgespräch ist keine Dichterlesung. Der zukünftige Chef will sich ein Bild über einen machen und keine Biographie anhören, immerhin soll man in der Firma arbeiten und nicht als Muse die anderen mit seinen Lebensgeschichten inspirieren. Kurz fassen ist beim Vorstellungstermin angesagt.

Tipp: Sich im Vorhinein über die wichtigsten Punkte seines Lebenslaufs Gedanken machen um dem Chef kurz und bündig einen kleinen Überblick über die eigene Person zu gewähren. Für seine Fähigkeiten gibt man am besten konkrete Beispiele aus dem Leben, die nicht schon im Lebenslauf stehen.

 

Active Sourcing ist kein Ruhekissen

Auch wenn Active Sourcing immer gängiger wird, so kann man sich nicht darauf verlassen, überhaupt gefunden zu werden. Sollte man zu den Glücklichen gehören, die tatsächlich von einer Firma für ihre Stelle angeworben werden, darf man sich auf keinen Fall auf die Social Media Präsenz alleine verlassen, da man auch bei einem guten Bewerbungsschreiben das Gespräch nicht als gewonnene Schlacht sehen darf.

Tipp: Regelmäßige Updates auf der eigenen Seite. Hinter den angeführten Eigenschaften sollte auch wirklich die Wahrheit stehen, also nicht flunkern! Weniger ist oft mehr und mit einem plötzlichen Zusatzskill aufwarten zu können gefällt jedem Chef.

 

Und, schon eingestellt?

Ich hoffe euch konnten diese sieben Job-Sünden vor einem Leben im Fegefeuer der Jobsucher bewahren, oder habt ihr vielleicht ein Bewerbungsgebot für uns?

Schreibt uns doch auf LinkedIn oder Facebook und helft auch anderen auf dem Weg ins Licht – also natürlich bei der Beleuchtung des Arbeitsplatzes 🙂

 

Wenn du Informationen zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen benötigst, findet du diese hier, oder nutze unseren Service von Jobweiser!

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Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch bekommst du hier oder hier!

 

Nicht nur Fähigkeiten zählen: Richtiges Verhalten beim Jobinterview

Aus der Sicht einer Bewerberin – ein weiterer Gastbeitrag unserer tollen Praktikantin Kristina

Es ist ratsam, in einem langersehnten Vorstellungsgespräch zu seinem Traumjob nicht nur bewusst seine besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten herauszuheben, sondern auch bestimmten Benimm-Regeln zu folgen. Neben den klassischen Knigge-Regeln zu Business Etikette gibt es einfache Dinge, die jeder Bewerber beachten sollte.

Kleider machen Leute

Bevor Ihr überhaupt mit dem Personalchef ins Gespräch kommt, hat sich dieser bereits einen ersten Eindruck verschafft.

Dieser Eindruck entsteht durch Eure Mimik, Gestik und Körpersprache. Doch das sind nicht die einzigen Faktoren, auch Euer Aussehen im Sinne von Kleidung, Frisur oder gepflegte Hände ist entscheidend,

Denkt daran, dass Ihr Euch von Eurer besten Seite zeigen wollt; deshalb heißt es: besser overdressed als underdressed.

Die Wahl der Kleidung ist auch abhängig von der Branche, in welcher Ihr arbeiten wollt.

Meist reichen für die Herren ein einfarbiges Hemd oder Polo-Shirt, eine Jeans (jedoch ohne Risse, Löcher und mit langen Beinen) und schlichte Schuhe. Dasselbe gilt auch für Frauen: Schlichte Jeans, Rock oder Kleid mit einer einfachen Bluse sind oft passend. Die Schuhe sollten keinen Absatz über 3 cm aufweisen geschlossen sein. Vermeide zudem zu viel Make-Up und zu viel Schmuck.

Tipp: Die Kleidung solltet Ihr auf alle Fälle schon öfters getragen haben, um nicht die böse Überraschung zu erleben, dass die Bluse oder die Hose auf einmal zwickt.

Solltet Ihr bei Eurem Bewerbungsgespräch erfolgreich sein und Euren ersten Tag in der neuen Firma beschreiten, ist es wichtig, dass Ihr Euch gleich formell anzieht wie bei Eurem Bewerbungsgespräch.

Jetzt geht es ans Eingemachte: Das Aufeinandertreffen

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, was man alles falsch machen kann, wenn es um die Kommunikation in einem Bewerbungsgespräch geht!

Dabei ist sowohl die direkte als auch die indirekte Kommunikation wichtig.

Stellt Euch folgende Situation vor:

Ihr habt ein Bewerbungsgespräch und kommt eine halbe Stunde zu früh. Ihr denkt Euch „Na, bevor ich warte ist sicher besser, wenn ich gleich reingehe und es hinter mich bringe.“

So, Ihr schreitet also zielstrebig auf die Tür zu, klopft an und zieht sie auf. Im Büro sitzt der Personalchef, vertieft in ein Dokument auf seinem Computer. Ihr räuspert Euch, weil er Euch anscheinend nicht bemerkt hat, und sagt höflich: „Entschuldigen Sie, ich hätte um 9 ein Gespräch bei Ihnen…“

Der Zuständige blickt auf und es dauert einen Moment, bis er versteht, was hier passiert. „Natürlich“, antwortet er. „Kommen Sie bitte herein.“

Ihr folgt seiner Anweisung, kommt herein, setzt Euch auf den freien Stuhl vor seinem Tisch und legt Eure Jacke über die Stuhllehne.

Als er aufsteht und Euch fragt, ob Ihr was zu trinken möchtet und ob Ihr gut zur Firma gefunden habt, antwortet Ihr mit einem Lächeln: „Nein danke und ja, es war echt schlimm hierher zu finden – der Parkplatz ist schon sehr versteckt…“

 

Na, lief doch ganz gut, oder? Ihr wart höflich, Ihr habt brav gelächelt und man hat nichts von Eurer Nervosität mitbekommen.

Und trotzdem gibt es viele Fehler, die Ihr allein schon in den ersten 5 Minuten des Vorstellungsgespräches gemacht habt.

Es fängt bei der Zeit an, in der Ihr ankommt: kommt niemals früher als 10 Minuten vor dem Termin, optimal sind 5 Minuten. Wenn Ihr zu früh da seid, heißt es also warten.

Klopft ruhig an die Bürotür, wartet aber, bis eine Antwort kommt. Es ist selten, dass der Personalchef Euch nur hereinbittet. Viel öfter kommt es vor, dass er zur Tür geht und sie Euch aufhält – schließlich erwartet er Euch schon.

Mit aufrechter Haltung und einem ehrlichen Lächeln (Selbstbewusstsein ist gefragt!) solltet Ihr ihm dann die Hand geben, wenn er sie Euch zum Gruß hinhält – nie umgekehrt. Dabei solltet Ihr Euch nicht anfühlen wie ein Fisch, der gerade aus der See aufs Land geworfen wurde: er sollte fest, aber nicht zu fest sein, und nicht zu lang anhalten. Haltet Augenkontakt.

Als nächstes wird er Euch wahrscheinlich ein Getränk, sowie einen Ablageort für Eure Jacke anbieten. Niemals solltet Ihr ein Getränk verneinen. Wenn Ihr kein Kaffeetrinker seid oder keinen Durst habt, solltet Ihr trotz allem ein Glas Wasser annehmen – Ihr müsst auch nicht alles austrinken; ein oder zwei Mal nippen ist vollkommen okay. Ich muss hoffentlich nicht extra erwähnen, dass Alkohol ein No-Go ist.

Wenn Euch der Personalchef einen Stuhl anbietet, wartet trotzdem ab, bis er sich ebenfalls hingesetzt hat.

Und auch wenn keinen Parkplatz gibt und man das Unternehmen nicht einmal Mithilfe von Google Maps findet: wenn er mit Euch Smalltalk betreibt und fragt, ob Ihr gut hingefunden habt, sagt Ihr mit einem Lächeln, dass es absolut kein Problem war, das Unternehmen zu finden.

Lügen haben kurze Beine

Klar, wer tut es nicht: wenn man eine Position unbedingt haben möchte, wird der Lebenslauf schnell mal optimiert.

Dabei wird das Praktikum auf einmal zur ersten Arbeitserfahrung oder aus den mäßigen Kenntnissen in Excel werden sehr gute Kenntnisse.

Es ist natürlich erlaubt, den Lebenslauf auf eine Stelle anzupassen und gewisse Tätigkeiten hervorzuheben, aber hütet Euch vor falschen Angaben im Lebenslauf und Eurem Bewerbungsgespräch.

Verwandelt beispielsweise nie die zwei Ferialjobs im Sommer zu einer durchgehenden zweijährigen Berufstätigkeit, wenn das nicht stimmt!

Personalchefs sind nicht umsonst Personalchefs. Sie haben eine sehr gute Menschenkenntnis und sind zuverlässig wie die Spürhunde der Polizei. Zudem können Unternehmen in Österreich einen Auszug der Sozialversicherung von Euch fordern, der genau auflistet, wann Ihr wo gearbeitet hast.

Wenn Ihr lügt, drückt Ihr Eurer Bewerbung praktisch einen Absagestempel auf.

Das Parkticket läuft ab

Auch wenn es sich absurd anhört, kommt es öfters vor als man sich vorstellen kann: das fiese Parkticket läuft ab und Ihr riskiert eine Strafe.

Bezahlt vorsorglich das Parkticket eine Stunde länger als geplant, bittet einen Freund, dass er Euch hinfährt oder fährt mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln.
Nichts ist schlimmer, wenn Ihr während des Gesprächs immer wieder nervös auf die Uhr seht oder gar abgelenkt seid und gar nichts mehr mitbekommt.

Wer dann auch noch aufsteht mit der Begründung, dass er schnell ein neues Parkticket kaufen müsste, kann gleich nach Hause fahren.

Es hört sich vielleicht nach vielen Regeln an, bei welchem man schnell den Überblick verlieren kann. Es ist allerdings alles ein Ding der Übung und mit diesen Regeln könnt Ihr Euch sicher sein, dass Ihr den richtigen Start bei Eurem Vorstellungsgespräch hinlegt.

Eure Chancen stehen dadurch besser als die derer, die sich danebenbenommen haben!

 

Hie gibt’s weitere Artikel von Kristina:

Bewerbungslust statt Bewerbungsfrust – Teil 1

Bewerbungslust statt Bewerbungsfrust – Teil 2

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Tipps zur erfolgreichen Gehaltsverhandlung

Ist das Vorstellungsgespräch bereits gut gelaufen, gilt es, nur noch die letzte Hürde zu meistern: die Gehaltsverhandlung. Bei guter Vorbereitung und mit den richtigen Argumenten können Sie Ihr Wunschgehalt durchsetzen.

Es ist ganz natürlich, wenn man vor einer Gehaltsverhandlung nervös ist, trägt das Gehalt doch zur allgemeinen Zufriedenheit mit dem neuen Job bei. So wie Sie sich auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten, sollten Sie sich auch auf die Gehaltsverhandlung einstimmen.

Die Hauptargumentation können Sie auf Ihre Stärken und den Mehrwert, den Sie dem Unternehmen bringen werden, aufbauen. Wichtig dabei ist Ihr Wissen über Ihre finanzielle Situation, sprich wie viel Sie zum überleben, zum „gut leben“ und idealer Weise benötigen. Sehen Sie sich diese Slideshare Präsentation an, um bei Ihrem nächsten Jobinterview zu punkten.

Und noch ein kleiner Tipp: Wenn Sie während des Vorstellungsgesprächs merken, dass der Job für Sie nicht in Frage kommt, gehen Sie bewusst in die Gehaltsverhandlung und üben Sie diese!

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NLP für‘s Jobinterview

Spätestens seit dem letzten Jahr und der Bundespräsidentenwahl in Österreich ist den meisten NLP ein Begriff. Neurolinguistisches Programmieren wird u.a. als die Kunst und Wissenschaft der Kommunikation bezeichnet und kann einem durchaus Vorteile bringen, wenn man es beherrscht. Zum Beispiel im Jobinterview.

In vielen Beobachtungen hat man festgestellt, dass Menschen die sich nahe stehen ihre Körperhaltung und ihr Verhalten anpassen. Wir imitieren unser Gegenüber eigentlich ganz automatisch, wenn wir ihn oder sie mögen. Der andere nimmt diese Spiegelung ganz unbewusst auf und verarbeitet sie positiv im Unterbewussten. Diese Technik können Sie im Jobinterview gezielt einsetzen, um zum Recruiter eine (unterbewusst) gute Beziehung aufzubauen. Wenn Ihr Gegenüber z.B. die Beine übereinander schläft, nimm eine ähnliche Haltung an usw. Passen Sie aber auf, dass Sie dabei nicht zu künstlich wirken, sonst kann es schnell eine negative Wirkung haben. Am besten vorher bei Freunden üben. Gleiches wie für die Körpersprache gilt übrigens auch für Gestik, Mimik, Sprechtechnik und auch -lautstärke. Das Anpassen des Ausdrucksverhalten zeugt nämlich ebenfalls von einer tieferen Bedeutung. Aber auch hier ist es wichtig, nicht zu übertreiben. Diese Techniken nennt man übrigens Rapport und Pacing. Geübte NLP-er nutzen auch gerne die Technik des Leading, indem sie (wenn erstmal der Rapport, also die Verbindung zum Gegenüber, hergestellt ist) das Gespräch in eine bestimmte Richtung lenken – diese Technik ist besonders bei so manchem Politiker beliebt.

Weitere Tipps wie Sie im Vorstellungsgespräch punkten können finden Sie hier: Optimale Vorbereitung für Fragen im Vorstellungsgespräch

Die richtige Nachbereitung nicht unterschätzen!

Klar, die richtige Vorbereitung auf das Jobinterview ist das A und O und ein Muss wenn Sie den Job haben möchten. Punkten können Sie aber nicht nur mit der richtigen Vorbereitung, sondern auch mit einer guten Nachbereitung. Hier ein paar Tipps dazu:

  • Reflektieren Sie: egal ob das Gespräch für Ihr Gefühl positiv oder negativ gelaufen ist – machen Sie, sobald Sie die Gelegenheit dazu haben, Notizen. Schreiben Sie alles auf, dass Ihnen nach dem Gespräch durch den Kopf geht: Was ist schief gelaufen? Auf welche Frage(n) war ich zu wenig vorbereitet? Welche Antworten sind besonders gut angekommen? Sollte ich an meiner Selbstvorstellung etwas ändern?
  • Wenn das Gespräch besonders positiv verlaufen ist und Sie den Job noch mehr als zuvor haben möchten: Schreiben Sie Ihrem Gesprächspartner eine kurze Mail, in der Sie sich für die Zeit und das Gespräch bedanken und nochmal Ihr Interesse bekunden.
  • Sie haben nach der vereinbarten Frist noch immer keine Rückmeldung erhalten? Scheuen Sie sich nicht nachzufragen, das zeigt, dass Sie tatsächlich Interesse am Job haben.

Eine gute Nachbereitung ist vor allem deshalb so wichtig, weil es schon gleichzeitig eine Vorbereitung für das nächste Jobinterview sein kann. Kurz nach dem Gespräch wissen Sie am besten, was gut und was nicht so gut gelaufen ist. Daher unbedingt notieren! Im besten Fall war es natürlich erstmal Ihr letztes Jobinterview und Sie erhalten eine Zusage. Aber wenn nicht, können Sie vor Ihrem nächsten Termin auf Ihre Notizen zurückgreifen und sind bestimmt froh darüber!

 

Wenn Sie gerne weitere Tipps zum Thema Bewerbung und Jobinterview haben wollen, nehmen Sie unser Service von Jobweiser in Anspruch oder lassen Sie Ihre Bewerbung von uns checken! Hier können Sie sich außerdem alle Tipps zum Thema Jobsuche in einem Videotraining auf video2brain oder LinkedIn Learning ansehen!

It’s not me, it’s you: Wie man mit Jobabsagen richtig umgeht

Viele von uns kennen diese Situation: Sie haben viel Zeit und Mühe für die perfekte Bewerbung investiert, mit der Hoffnung zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Sie holen sich umfassende Informationen zum Unternehmen ein und geben im Gespräch Ihr Bestes. Anschließend warten Sie ungeduldig auf den Telefonanruf oder die E-Mail. Und dann heißt es: „Danke, aber nein danke“.

 

Jobabsagen – in welcher Form auch immer –  sind nie schön. Auch wenn Selbstbewusstsein Ihr zweiter Vorname ist, spätestens wenn sich die Absagen häufen beginnt jeder sich selbst in Frage zu stellen. Aber welche Möglichkeiten gibt es, besser damit umzugehen oder sogar einen Vorteil daraus zu gewinnen?

  1. Es liegt nicht immer an Ihnen: Es gibt Dinge, die kann man als Bewerber leider nicht beeinflussen. Auch wenn Sie noch so gut auf die Stellenbeschreibung passen, motiviert Sie sind und wie perfekt Sie für die Position scheinen – es kann immer jemanden geben, der vielleicht etwas mehr Erfahrung hat als Sie oder diese eine Qualifikation mehr bringt. Bei 100 Bewerbungen müssen nun mal 99 Absagen erteilt werden. Das bedeutet also keinesfalls, dass Sie schlecht sind. Meistens hat jemand, der vielleicht zu diesem Zeitpunkt etwas mehr Qualifikation mitgebracht hat, zufällig auch gerade den selben Job wie Sie gesucht haben. Bei der nächsten Bewerbung könnte sich der Spieß aber schon wieder umdrehen!
  2. Betrachten Sie es als Lernerfahrung: Je mehr Bewerbungen Sie schreiben und je mehr Interviews Sie führen, desto besser werden Sie darin. Wichtig dabei: Holen Sie wann immer es geht Feedback ein. Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie dieses auch ernst nehmen. Es kann Ihnen helfen, besser zu werden oder aber auch Ihre Methoden zur Jobsuche entsprechend anzupassen. Damit können Sie aktiv zu Ihrem künftigen Erfolg beitragen.
  3. Vielleicht haben SIE etwas Besseres verdient? Schon mal daran gedacht? Nach Jobabsagen verfolgt einem oft der Gedanke, dass man eine Zusage gar nicht verdient hat. Aber womöglich ist genau das Gegenteil der Fall und der Job war nicht gut genug für SIE, weil Sie etwas Besseres verdienen. Dieser Grundgedanke wird Ihnen ungemein helfen, weiterhin positiv an die Jobsuche heranzugehen und den Mut nicht zu verlieren!

 

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Wie bitte?! Verbotene Fragen im Vorstellungsgespräch

Vorstellungsgespräche erfordern immer Vorbereitung, und zwar auf beiden Seiten. Als Recruiter dürfen Sie den Bewerbern keine verbotenen Fragen stellen! Welche das sind und wie die Gesetzesgrundlage geregelt ist, lesen Sie hier.

Von Bewerbern wird erwartet, sich ein ausreichend über das Unternehmen zu informieren und klar darzustellen, warum die Person der geeignete Kandidat für das den Job ist. Doch auch als Recruiter gibt es Einiges zu beachten. So gibt es zum Beispiel Fragen, die im Zuge eines Jobinterviews nicht gestellt werden dürfen, da dies sonst rechtliche Folgen aufgrund des Diskriminierungsgesetztes (GlBG, österreichisches Recht) nach sich ziehen kann. Insbesondere handelt es sich dabei u.a. um Fragen zum Beziehungsstatus, zur sexuellen Orientierung oder zur politischen Einstellung.

Auszug aus dem Gleichbehandlungsgesetz:

§3 Z 1 GlBG: „Auf Grund des Geschlechtes, insbesondere unter Bezugnahme auf den Familienstand oder den Umstand, ob jemand Kinder hat, darf im Zusammenhang mit einem Arbeitsverhältnis niemand unmittelbar oder mittelbar diskriminiert werden, insbesondere nicht bei der Begründung eines Arbeitsverhältnisses.“

§17 Z 1 GlBG: „Auf Grund der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion oder Weltanschauung, des Alters oder der sexuellen Orientierung darf im Zusammenhang mit einem Arbeitsverhältnis niemand unmittelbar oder mittelbar diskriminiert werden, insbesondere nicht bei der Begründung des Arbeitsverhältnisses.

Es gibt jedoch auch Ausnahmen:

§20 Z 1 GlBG: „Bei Ungleichbehandlung wegen eines Merkmals, das im Zusammenhang mit einem der in §17 genannten Diskriminierungsgründe steht, liegt keine Diskriminierung vor, wenn das betreffende Merkmal auf Grund der Art einer bestimmten beruflichen Tätigkeit oder der Rahmenbedingungen ihrer Ausübung eine wesentliche und entscheidende berufliche Voraussetzung darstellt und sofern es sich um einen rechtmäßigen Zweck und eine angemessene Anforderung handelt.

Hier könnte z.B. die Körpergröße eine Rolle spielen, wenn man hauptsächlich über Kopf arbeiten muss.

§20 Z 2 GlBG: „Eine Diskriminierung auf Grund der Religion oder Weltanschauung liegt in Bezug auf berufliche Tätigkeiten innerhalb von Kirchen oder anderen öffentlichen oder privaten Organisationen, deren Ethos auf religiösen Grundsätzen oder Weltanschauungen beruht, nicht vor, wenn die Religion oder die Weltanschauung dieser Person nach der Art dieser Tätigkeiten oder der Umstände ihrer Ausübung eine wesentliche, rechtmäßige und gerechtfertigte berufliche Anforderung angesichts des Ethos der Organisation darstellt.

Das bedeutet, dass z. B. eine kirchliche Vereinigung nach dem Religionsbekenntnis fragen darf, da dies einen erheblichen Teil der Unternehmenskultur darstellen kann.

Diese Ausnahmen sind sehr strikt geregelt, also vermeiden Sie unbedingt, Ihrem Gegenüber – unabhängig ob Frau oder Mann – folgende verbotene Fragen zu stellen:

  • „Sind Sie verheiratet? Geschieden?“
  • „Wie sieht es mit Ihrer Familienplanung aus? Leben Sie alleine oder teilen Sie sich Ihren Haushalt mit jemanden?“
  • „Sind Sie derzeit schwanger? Haben Sie einen Kinderwunsch?“

Oft werden stattdessen die erlaubten Fragen nach den 3- oder 5-Jahreszielen gefragt oder auch, welche persönlichen Erfolge oder Highlights bis jetzt im Leben passiert sind. Als Recruiter sollte man mit diesen Fragen ausweichen, als Bewerber diese Fragen mit beruflichen Informationen beantworten.

  • Welche Krankheiten haben Sie?

Auch Fragen nach der körperlichen Verfassung sind verboten. Stattdessen sollte man als Recruiter den Job beschreiben und nachfragen, ob diese Tätigkeiten für den Bewerber möglich sind. Eine Ausnahme, wo man nach gewissen Krankheiten stellen darf, sind Jobs im Gesundheits- oder Essensbereich.

  • Welcher Partei haben Sie bei den letzten Wahlen Ihre Stimme gegeben?
  • Welche Religionszugehörigkeit haben Sie?
  • Haben Sie Schulden?

Hier stellt sich die Frage, welche Relevanz die Antworten auf eine Anstellung haben. Daher ist weder die Beantwortung noch das Stellen dieser Fragen sinnvoll. Eine Ausnahme stellen lediglich Organisationen dar, die eine gewisse politische oder Glaubensrichtung vertreten und sicherstellen wollen, dass ein Bewerber auch in die Organisationskultur passt.

Grundsätzlich gilt: Während eines Bewerbungsgespräches geht es darum herauszufinden, wie qualifiziert und motiviert der Bewerber für den zu vergebenden Job ist. Als Bewerber darf man bei Fragen, aufgrund derer man diskriminiert werden könnte, bei jeder Antwort ohne Angst vor Konsequenzen lügen.

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