10 Tipps: Social Media Marketing für Unternehmen

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10 Tipps: Social Media Marketing für Unternehmen

Mittlerweile ist es klar, dass Social Media Unternehmen nachhaltig dabei helfen kann, eine eigene Community aufzubauen. In Portalen wie Facebook, Instagram, Pinterest oder LinkedIn kann die öffentliche Wahrnehmung (Brand Awareness, Company Awareness) gestärkt werden, die Reichweite der eigenen Internet-Präsenz zu erhöht und vermehrt Verkaufserlöse erzielt werden.

Ganz so einfach ist Social Networking aber leider nicht, denn vielerorts lauern Fehlerquellen. Für Recruiter ist Social Media ein wichtiges Tool, um Kandidaten zu finden. Dies ist ein Teil des Active Sourcings, der proaktiven Bewerbersuche. Hierbei ist wichtig, die DSGVO (EU-weite Datenschutzgrundverordnung) zu beachten, die seit 25.5.2018 inkraft getreten ist. Um sowohl beim Active Sourcing als auch zur allgemeinen Stärkung der Marke erfolgreich zu sein, ist eine umfassende Internetpräsenz nötig. Wir erläutern 10 Tipps, um die häufigsten Fehler beim Social Media Auftritt von Unternehmen zu vermeiden:

1. Vorbereitung des Social Media Auftritts

Mal eben schnell den Praktikant beauftragen, ein Facebook-Profil einzurichten und schon geht es mit der regen Interaktion mit potenziellen Kunden los – das funktioniert leider nicht. Unternehmen sollten sich stattdessen schon im Vorhinein mit der Plattform auseinandersetzen und eine inhaltliche Strategie entwickeln. Das kann ein Redaktionsplan sein bzw. ein Monats- oder Jahresplan, um Inhalte zu bestimmen und die Ausbreitung auf den diversen Plattformen zu steuern. Ganz wichtig: kein Personenprofil anlegen, sondern eine so genannte Fanpage. Diese ermöglichen den Zugang zu Statistiken über Interaktionen oder beispielsweise Zugriffe.

2. Schaffen Sie Alleinstellungsmerkmale

Mit dem Auftritt in den sozialen Medien sollten Alleinstellungsmerkmale, der sog. USP (Unique Selling Proposition) geschaffen und herausgehoben werden. Auch persönliche Inhalte sollten präsentiert werden, die zum Unternehmen passen und die Herzen und Köpfe der Zielgruppe erreichen. Wichtig dabei: immer authentisch bleiben!

3. Social Media ist (k)ein PR-Instrument

Pressemitteilungen und Berichte über die eigenen Erfolge können auch über soziale Netzwerke verbreitet werden, aber auf keinen Fall ständig. Auf Social Media sind Dialoge und Austausch gefragt. Fragen Sie doch nach der Meinung und Kommentaren von Usern zu den jeweiligen Themen.

4. Posts mit negativen Kommentaren löschen (?)

Die absolute Todsünde! Durch die Interaktion kann es oftmals auch zu Kritik und negative Äußerungen der User kommen. Sofern es sich bei diesen Kommentaren weitgehend um sachliche Kritik als um persönliche oder ungerechtfertigte Angriffe handelt, sollten sie diese keinesfalls löschen. Immerhin ist auf Social Media Toleranz, Ehrlichkeit und Transparenz angesagt, an die sich beiden Seiten halten sollten. Sollten Sie einem sog. „Shitstorm“ entgegensehen, vermeiden Sie emotionale Antworten. Berufen Sie sich auf Fakten und versuchen Sie, die Konversation bereits im Keim zu ersticken, indem Sie dem Kritiker vorschlagen, ihn in Form einer privaten Kommunikation Rede und Antwort zu stehen.

5. Pflege der Social Media Profile

Die Kontinuität auf Social Media Profilen ist wichtig. Es bringt nichts, zu Monatsbeginn 3 oder 4 Postings zu platzieren um danach wochenlange Funkstille walten zu lassen. Die Taktung der Postings muss stimmen, z.B. mithilfe eines Redaktionsplans, der bei Konzeption, Publikation und Promotion unterstützt.

6. Anzahl der Wörter in den Postings

Lange Artikel machen nur auf Blogs wirklich Sinn, die dann durch Aufmerksamkeit in den sozialen Netzwerken Besuchern zugeführt werden. Ansonsten sollten aber keinesfalls ellenlange Artikel verfasst werden, sondern kurze, knackige Infos die auf den Punkt kommen. Manche Portale lassen auch nur eine gewisse Anzahl von Wörtern zu, bringen Sie Ihre Informationen auf den Punkt.

7. Qualität vor Quantität

Im privat-beruflichen Bereich (z. B. auf LinkedIn oder XING) mag zwar „je mehr Kontakte desto besser“ gelten, Unternehmen sollten aber die Qualität von Kontakten als Maßstab begreifen. Steht lediglich die Anzahl der Follower im Vordergrund, verliert man schnell die Zielgruppenspezifikation aus den Augen und potenzielle Kunden werden nicht mehr angesprochen. Vermeiden Sie immer, sich Likes oder Follower zu kaufen! Es kann zwar dauern, sich eine große Basis an Interessenten in den Netzwerken aufzubauen, jedoch können Sie sich sicher sein, das „echte Menschen“ Ihre Follower darstellen und diese Ihre Inhalte auch interessieren. Sollten Ihre der Anzahl der Follower stagnieren, ziehen Sie doch mal bezahlte Werbung in den Portalen in Betracht.

8. Zielgruppe ist entscheidend

Auch im Social Media Bereich werden die entsprechenden Kanäle von teilweise unterschiedlich agierenden Nutzern besucht. Es macht also wenig Sinn, auf allen Kanälen die gleiche Strategie zu fahren. Daher sollten Unternehmen für jeden einzelnen Social Media Kanal individuelle bzw. einzigartige Inhalte bereit stellen. Identifizieren Sie Ihre Zielgruppe und passen Sie die Inhalte auf dem jeweiligen Kanal an:

  • Soziale Netzwerke ohne spezifische Themenvorlieben – posten Sie dort auch Ihre Blogartikel: Facebook, Google+, Tumblr
  • Microblog ohne Themenvorlieben aber auch mit Nachrichtencharakter: Twitter
  • Karriereorientierte bzw. Business-Netzwerke: LinkedIn, XING
  • Netzwerke mit visuellem, bildlastigen Fokus: Pinterest, Instagram, Flickr
  • Videoportale: Youtube, Vimeo
  • Informationsportale, auf denen Sie Dokumente und Präsentationen hochladen können: Slideshare, Issuu
  • Blog- und Medien-Netzwerke: Tumblr, Medium, Torial

9. Kein Monitoring

Mit E-Mail-Marketing oder auch mithilfe von Newslettern ist es einfacher denn je, den Erfolg von Aktionen und Postings nachzuvollziehen. Im Bereich gibt es meist in den Portalen eigene Social Media Monitoring Tools, die die eigenen Social Media Aktivitäten und die der Konkurrenz überwachen. Für einen professionellen digitalen Auftritt werden solche Tools unverzichtbar! Zum Monitoring Ihrer Website können Sie kostenlos Google Analytics nutzen.

10. Der soziale Gedanke fehlt

Soziale Medien, oder: „nomen est omen“. Ein Unternehmen muss immer darauf bedacht sein, die unternehmenseigene Ziele mit einem hohen Anteil an sozialer Kompetenz in den sozialen Netzwerken zu präsentieren. Die so bezeichneten Soft Skills stehen gerade im Social Media Bereich verstärkt im Fokus. Persönliche Inhalte und Menschlichkeit zu zeigen, verstärkt Ihre Glaubwürdigkeit und erhöht die Interaktion mit Ihren Nutzern.

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Die Originalartikel erschienen am 24.5.2018 und 1.6.2018 und wurden zu diesem Posting  zusammengefasst und überarbeitet.