Das 1×1 der Absageschreiben – Teil 1: allgemeine Tipps

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Das 1×1 der Absageschreiben – Teil 1: allgemeine Tipps

Absagen machen den Großteil an Kommunikation zwischen Bewerbern und Unternehmen aus. Bei 30 Bewerbern müssen immerhin 29 Absagen getroffen werden.

Eine Position in einem Unternehmen wird frei, das Stelleninserat wird verfasst und ausgeschrieben. Bewerber*innen werden eingeladen, Gespräche werden geführt, am Ende wird eine Entscheidung für einen neuen Mitarbeiter getroffen. Und dann?

Tja, dann kommt der unangenehme Teil des Prozesses, nämlich die Absageschreiben an die anderen Kandidaten zu senden, die den Job nicht erhalten haben. Absagen sind ein heikles Thema, dennoch kann man es schaffen, mit einem Absageschreiben einen guten und bleibenden Eindruck als Unternehmen zu hinterlassen. Das kann für Image und Reputation des Unternehmens sehr hilfreich sein!

Employer Branding ist eine Umschreibung für das Arbeitgeberimage auf Bewerberseite. Das beginnt nicht erst, wenn der neue Mitarbeiter den Arbeitsvertrag unterzeichnet hat sondern schon davor. Bewerber, die im Auswahlverfahren und/oder bei der Absage schlechte Erfahrungen machen sind oft wütend oder enttäuscht. Genau diese Erfahrung wird aber im Freundeskreis, in der Familie weitererzählt und trägt nicht gerade zu einem positiven Arbeitgeberimage bei. Wie man es schafft, trotz einer Absage den Bewerbern Wertschätzung entgegen zu bringen, erfahren Sie hier:

  1. „Sehr geehrter Bewerber/sehr geehrte Bewerberin“ – diese Anrede-Floskel ist sehr unpersönlich und hinterlässt bestimmt keinen guten Eindruck. Besser etwas mehr Zeit investieren und die Bewerber mit Namen ansprechen.
  2. Übertrieben lang formulierte Sätze – Klar sagt man niemandem gerne ab, aber offensichtlich um den Brei herumreden macht die Sache nicht leichter. Besser gleich auf dem Punkt kommen, aber dabei höflich bleiben.
  3. Ehrlichkeit – es ist gut, den Bewerbern gegenüber immer ehrlich zu sein und sie nicht unnötig hinzuhalten oder Versprechungen zu machen, die dann nicht eingehalten werden können. Beachten Sie bei der Formulierung die ländergültigen Anti-Diskriminieungsregeln und -gesetze. Wenn man aber schon anhand der Bewerbungsunterlagen erkennt, dass der Kandidat nicht passt, macht es Sinn, gleich abzusagen (ca. eine Woche nach Eingang der Bewerbung) anstatt zu warten. Zudem sollte immer beachtet werden, wie weit der Bewerber im Recruitingprozess schon war. So erhalten Bewerber*innen, denen bereits nach Eingang der Bewerbung abgesagt wird ein anderes Schreiben als jene, die bereits zum Gespräch eingeladen waren.
  4. Das richtige Timing – natürlich braucht ein Recruitingprozess eine gewisse Zeit, dennoch freut sich niemand, erst 2 Monate nach Bewerbung eine Rückmeldung zu erhalten. Sollte sich der Auswahlprozess dennoch verzögern, ist es zumindest angebracht den Bewerbern eine kurze Zwischennachricht mit der „Bitte um noch etwas Geduld“ zu senden.

Kurz und knapp – hier sehen Sie ein eher unkonventionelles Beispiel von Ikea:

Und zum Vergleich eher der „Klassiker“ unter den Absageschreiben:

 

Hier können Sie sich weitere Tipps zum Thema Recruiting für Kleinunternehmen und Mittelstand in einem Videotraining auf video2brain oder LinkedIn Learning ansehen!