„Bewerbungsgespräche sind das schlechteste Instrument, um gute Mitarbeiter zu finden“

Interview

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„Bewerbungsgespräche sind das schlechteste Instrument, um gute Mitarbeiter zu finden“

– Lies hier Ausschnitte eines Interviews mit Iris Bohnet, das ursprünglich auf EDITION F erschienen ist – 

 

Wie schaffen wir gerechte Verhältnisse am Arbeitsmarkt? Iris Bohnet ist Professorin an der Harvard Universität und forscht zu der Frage, wie die Gleichstellung in Unternehmen gelingt.

Ein Vorhang für mehr Gerechtigkeit

Für viele Jahre lag der Frauenanteil bei den fünf besten Orchestern Amerikas insgesamt bei etwa fünf Prozent. Um zu überprüfen, ob Frauen wirklich die schlechteren Musikerinnen seien, ließ eine Jury die Bewerberinnen und Bewerber hinter einem Vorhang vorspielen. Und siehe da – der Frauenanteil ging steil nach oben.

Iris Bohnet mag Vorhänge. Die Verhaltensökonomin und Harvard-Professorin forscht zu der Frage, wie man es ohne Quote schafft, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Außerdem berät sie internationale Unternehmen bezüglich fairer Bewerbungsverfahren. Die Ergebnisse ihrer Forschung hat sie in ihrem Buch „What works. Wie Verhaltensdesign die Gleichstellung revolutionieren kann“ veröffentlicht. Wir haben mit ihr über das optimale Bewerbungsverfahren, den Abbau von Rollenbildern und ihre Abneigung gegen Bewerbungsgespräche gesprochen.

Warum ist die Art, wie Unternehmen aktuell neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auswählen, nicht optimal?

„Das größte Problem besteht darin, dass immer noch viele Unternehmen Menschen aus ihren Netzwerken einstellen. Also bekommen Freunde von Freunden von Freunden die Jobs. Außerdem beobachten wir, dass die Menschen, die neue Stellen besetzen, sich gerne selbst reproduzieren. Man stellt jemanden ein, der einem ähnlich ist. Dadurch wirft man das Netz nicht weit genug und schließt Menschen aus dem Pool der Bewerberinnen und Bewerbern aus. Auf der anderen Seite des Spektrums gibt es aber Unternehmen die aktiv gegen unbewusste Vorurteile angehen. Sie setzten ihre Stellenanzeigen sehr viel bewusster auf und analysieren diese darauf, ob geschlechtsneutrale Sprache verwendet wird. Aktuell gibt es die ganze Bandbreite dazwischen.“

Sie sprechen von geschlechtsneutralen Stellenausschreibungen. Was genau bedeutet das?

„Am einfachsten lässt sich das an der Wortwahl erklären. Es gibt inzwischen Algorithmen, die analysieren können, wie wahrscheinlich es ist, dass sich eine Frau oder ein Mann auf eine bestimmte Stelle bewirbt. Wenn wir das Verhältnis in dieser Gruppe konstant halten wollen, müssen wir unsere Wortwahl überprüfen. Studien zeigen, dass mehr Frauen auf eine Stellenausschreibung reagieren, wenn in dieser Wörter wie ‚kooperativ‘ oder ‚Teamarbeit‘ verwendet werden. Männer werden eher von Begriffen wie ‚Führungswillen‘ oder ‚wettbewerbsorientiert‘ angesprochen. Ein interessantes Beispiel, dass das verdeutlicht, ist eine Grundschule in Amerika, die mehr Männer anstellen wollte. In ihrer Anzeige verwendeten sie Worte wie ‚kollaborativ‘ und ‚warmherzig‘, was die sowieso schon unterrepräsentierten Männer noch weniger anzog. Das soll natürlich nicht bedeuten, dass diese Eigenschaften Männern fremd sind. Aber in unseren Köpfen sind solche Stereotypen fest verhaftet. Darum assoziieren die meisten Menschen bestimmte Begriffe eher mit Männern oder eben eher mit Frauen. Schon in unseren Stellenaussschreibungen begrenzen wir also unseren Talentpool.“

Bei vielen Firmen folgt auf die Ausschreibung die Evaluation des Lebenslaufs. Wenn man  in diesem Schritt wieder überdurchschnittlich viele Frauen verliert, muss man sich fragen, ob das daran liegt, dass die Namen auf den Lebensläufen ersichtlich waren. Forschung zeigt, dass Frauen bessere Chancen haben, eine Runde weiter zu kommen, wenn die Bewerbungen anonymisiert sind.

Und danach?

„Meistens folgt dann leider noch immer ein Bewerbungsgespräch. Man muss sagen: Unstrukturierte Bewerbungsgespräche sind das schlechteste Prognose-Instrument überhaupt. Es ist nicht so, dass nichts Sinnvolles passiert in so einem persönlichen Gespräch, allerdings spielen uns unsere unbewussten Vorurteile und Sympathien einen Streich und beeinflussen unsere Meinung über unser Gegenüber, ohne dass wir etwas dagegen tun können. Das ist der sogenannte Halo-Effekt: Dinge, die eigentlich irrelevant sind, spielen eine Rolle in der Evaluation von Menschen.“

„Das beste Prognose-Instrument ist – und das sollte niemanden überraschen – eine Arbeitsprobe der Person.“

„Für uns ist es schwierig, dieses ‚Rauschen‘ von den ‚sauberen‘ Informationen zu trennen. Nun ist die Frage, wie können Unternehmen das besser lösen? Am effektivsten ginge das, wenn wir uns nur auf die empirische Evidenz bezüglich Effektivität verlassen, mit der Abschaffung der Interviews, allerdings weiß ich selbst, dass das nicht besonders realistisch ist. Aber was man zumindest tun sollte, ist der Übergang von einem unstrukturierten zu einem strukturierten Interview. Das heißt, dass wir feste Fragen haben und allen Bewerbern und Bewerberinnen die selben Fragen stellen. Im Nachhinein stellt man die Antworten der jeweiligen Fragen dann tabellarisch nebeneinander und vergleicht die Antworten.“

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Das ganze Interview könnt ihr hier nachlesen: Harvard-Professorin: „Bewerbungsgespräche sind das schlechteste Instrument, um gute Mitarbeiter*innen zu finden“

Eine der verrücktesten Bewerbungen der Welt

Bei der Recherche unser beiden Artikel zum Thema Guerilla-Bewerbung (genial oder übertrieben? und So kann sie aussehen) sind wir auf ein weiteres tolles Beispiel einer außergewöhnlichen Bewerbung gestoßen.

Der US-Amerikaner Andrew Horner hat nach unzähligen Absagen einfach beschlossen, den Spieß umzudrehen. Aus Frust und dank guter Programmierkenntnisse baute er sich die Website reversejobapplication.com, wo er potenzielle Arbeitgeber auf sich aufmerksam machen wollte. Das Besondere an der Website war, dass sich die Unternehmen nun bei Andrew bewerben konnten, nicht umgekehrt.

Andrew Horner

Was man auf seiner Seite vergeblich sucht, ist ein Lebenslauf. Andrew legt nach eigener Aussage mehr Wert darauf, seinen Charakter vorzustellen und weniger seine Kenntnisse. Ganz nach dem Motto, dass man schließlich einen Menschen einstellt und nicht eine Maschine. Mit lustigen Illustrationen und einer ordentlichen Portion Humor und Selbstironie präsentiert sich Andrew auf seiner Seite. Und das mit Erfolg! Neben vielen Angeboten und Jobinterviews arbeitet er nun bei einem Start Up Unternehmen. Die Website lässt er trotzdem noch online, „für die Nachwelt“ wie er selbst sagt.

Du bist auch auf der Suche nach einem Job, vertraust aber lieber auf die klassische Variante? Für gute Lebenslaufvorlagen schau am besten HIER rein. Außerdem kannst du dir Informationen zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen ansehen, oder unseren Service von Jobweiser nutzen.

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Assessment Center: Tipps und richtige Vorbereitung

Keine Frage, ein Großteil der Unternehmen schwört bei der Mitarbeitersuche nach wie vor auf das klassische Vorstellungsgespräch. Doch auch das Assessment Center ist nach wie vor beliebt – immerhin können sich Personaler und Führungskräfte gleichzeitig einen Überblick über mehrere Kandidaten schaffen und haben einen direkten Vergleich. Doch wenn man als Bewerber zum ersten Mal zu einem Assessment Center eingeladen wird, kann man schon mal nervös sein.

 

Assessment Center (kurz: AC) dauern meist mehrere Stunden oder auch den ganzen Tag. Den Kandidaten wird viel abverlangt, vor allem vollste Konzentration und Aufmerksamkeit in verschiedenen Einzel- und Gruppenübungen. Anhand von Intelligenz- und Persönlichkeitstests sowie Rollenspielen wird beobachtet, wie fokussiert der Bewerber ist, wie er oder sie sich in bestimmten Situation verhält oder welche Rolle er im Team übernimmt, z. B. während einer Gruppenarbeit. Dadurch ist es leichter möglich – vor allem im Vergleich zum klassischen Vorstellungsgespräch – direkte Rückschlüsse auf das Arbeitsverhalten der Bewerber zu schließen. Diese Verfahren verlaufen meist auch sehr standardisiert und kontrolliert ab, d.h. die Beobachter, so genannte Assessoren, werden vom Personaler genau geschult und angewiesen worauf es zu achten gilt.

Was erwartet mich bei einem Assessment Center?

Neben den Aktionen, auf die wir gleich genauer eingehen, können auch auf den Job angepasste Übungen eingesetzt werden. Diese sind von einem zum anderen Assessment Center unterschiedlich, sollten sich aber im Rahmen dieser Elemente bewegen:

Hearings

Ähnlich einem Vorstellungsgespräch werden Bewerber von den Assessoren befragt. Die Fragen können auf ein vorangegangenes Bewerbungsgespräch aufbauen oder etwas konkreter gestellt werden. Ein Klassiker ist die Darstellung einer Problemsituation und die anschließende Fragen: „Wie würden Sie das Problem lösen?“ und nach der Antwort. „Warum haben Sie das Problem auf diese Weise gelöst?“ Dabei zielt die erste Frage auf Ihre fachlichen und methodischen Kompetenzen sowie Ihre Kombinationsfähigkeit und Lösungsorientierung ab. Die Antwort auf die zweite Frage sollte Ihre persönlichen und sozialen Stärken untermauern.

Gruppenübungen

Hier müssen Sie in einer Gruppe mit den anderen Kandidaten eine Problemstellung bearbeiten, ein Rätsel lösen, zu einer Einigung kommen oder Ähnliches. Praktizieren Sie dabei aktives Zuhören, bringen Sie sich mit konstruktiven Vorschlägen ein und versuchen Sie, mit Fakten und diplomatisch Ihre gewünschte Lösung durchzusetzen.

Rollenspiele

Meist als Paarübung durchgeführt, stellen Sie mit einem anderen Kandidaten eine Diskussionssituation nach. Das könnten Verhandlungen, Verkaufsgespräche oder sonstige Konflikte sein, bei der Sie zu einer Einigung kommen sollten.

Tests

Während des Assessment Centers kann es sein, dass Ihnen schriftliche Tests vorgelegt werden, in denen Ihre Persönlichkeitsmerkmale, Kombinatorik, analytische Fähigkeiten, mathematische Kenntnisse oder Ähnliches abgefragt werden. Auch der klassische Intelligenztest kommt oft zum Einsatz. Keine Sorge: es ist üblich, dass Sie wahrscheinlich mit der Beantwortung nicht fertig werden. Meist wird weniger Bearbeitungszeit vorgegeben, als Sie tatsächlich brauchen würden.

Wie bereite ich mich auf ein Assessment Center vor?

Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Beispiele von Tests und Übungen, die im AC zum Einsatz kommen könnten. Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Assessment Center haben, empfehlen wir Ihnen, sich vorab einige dieser Übungen anzusehen, z.B. hier. Auch wenn nicht exakt dieselben Fragen kommen, wissen Sie so zumindest was dahintersteckt und haben einen ungefähren Plan wohin die Reise gehen soll.

Ansonsten – seien Sie Sie selbst! Geben Sie nicht vor, eine andere Persönlichkeit zu haben und verstellen Sie sich nicht. Die Assessoren werden Ihre Persönlichkeit erkennen und Sie passend bewerten. Wenn Sie den Job nach einem Assessment Center nicht erhalten, war’s wahrscheinlich nicht das Richtige für Sie!

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Optimale Vorbereitung: Fragen im Vorstellungsgespräch

Der Originalartikel erschien am 24.3.2017 und wurde hier überarbeitet und mit Informationen ergänzt.

Die Frage nach dem Gehalt: wieviel bin ich wert?

Es ist oft ein unangenehmer, gleichzeitig aber auch entscheidender Teil des Jobinterviews: die Frage nach dem Gehaltswunsch. Besonders für Berufseinsteiger ist die Antwort auf diese Frage oft nicht einfach. Einerseits will man sich nicht ausnutzen lassen, andererseits möchte man sich auch nicht durch zu hohe Vorstellungen selbst aus dem Rennen kicken. Wir haben daher ein paar Tipps für Euch, um diese Frage in Zukunft zu meistern.

Eines gleich mal vorab: wenn im Stelleninserat nicht ausdrücklich danach gefragt wird, ist es nicht nötig, die Gehaltsvorstellung bereits in der Bewerbung anzuführen. Da es in Österreich für den Arbeitgeber verpflichtend ist, das Mindestgehalt im Stelleninserat anzugeben, habt ihr hier schon mal einen ersten Vorteil. Bedenkt aber, dass es sich hier nur um das Mindestgehalt laut Kollektivvertrag handelt! Lasst Euch also nicht von zu niedrigen Beträgen abschrecken. Die Mindestgehälter unterscheiden sich von Branche zu Branche, auch wenn es sich vielleicht um die gleiche Position handelt. So kann es schon sein, dass eine Büroangestellte die in der Metall-Branche tätig ist, weit mehr verdient als ein Büroangestellter im Einzelhandel.

Welche Branchen in Österreich am lukrativsten sind, erfährt ihr in einem unserer nächsten Artikel!

Wenn die Gehaltsvorstellungen bereits in der Bewerbung erwünscht werden, dann führt diese ganz zum Schluss an. Formulierungen wie z. B. „Meine Gehaltsvorstellung bewegt sich zwischen 26.000 und 30.000 Euro jährlich“ sind passend. So erkennt der Arbeitgeber gleich, ob die Gehaltsvorstellungen dem tatsächlichen späteren Gehalt entsprechen. Wichtig dabei ist, dass Du dir im Vorhinein Gedanken dazu machst, spätestens im Jobinterview wird diese Frage nämlich auf Dich zukommen. Sei Dir also sicher, wieviel Du Wert bist und wo Deine Untergrenze liegt. Wenn Du Deinen Gehaltswunsch ordentlich begründen kannst, sollte dieses Thema kein Hindernis für Dich werden.

Und nun das Wichtigste zum Schluss: woher weiß ich denn, wieviel ich wert bin? Nach einigen Jahren Berufserfahrung ist einem im Regelfall bewusst, auf welchem Niveau sich das eigene Gehalt bewegt und wie die Aussichten bei einem Jobwechsel stehen. Für Berufseinsteiger empfehlen wir den Gehaltsrechner von karriere.at. Damit kannst du gut vergleichen, wie hoch das Gehalt in deiner Branche bzw. Position durchschnittlich ist und hast somit schon mal einen Richtwert. Auch wenn du keinen Jobwechsel planst kannst du mit dem Gehaltsrechner prüfen, ob du unter- oder sogar überbezahlt bist.

Tipps für Deine Gehaltsverhandlung kannst Du auch hier finden:

 

Du bist unterbezahlt und bereit für einen Unternehmenswechsel? Dann bekommst du hier Informationen zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen, oder nutze unseren Service von Jobweiser!

Du kannst dir alle Tipps zum Thema Jobsuche in einem Videotraining auf video2brain oder LinkedIn Learning ansehen!

Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch bekommst du hier oder hier!

Bewerbung bei Google: Wie Sie sich vorbereiten können!

Im ersten Teil dieses Artikels haben wir für Euch die wichtigsten Ansätze von Googles Personalstrategie unter Laszlo Bock zusammen gefasst. Aufgrund der unzähligen Interviews mit dem ehemaligen HR-Chef und des augenscheinlichen Erfolgs des Unternehmens gibt es nun einen zweiten Teil. Dieses Mal erfährt ihr das Erfolgsrezept von Laszlo Bock, um seinen Traumjob zu bekommen.

 

How to build out a standout resume? /

Wie erstelle ich einen herausragenden Lebenslauf?

Fast 11 Jahre lang war Laszlo Bock als HR-Chef bei Google tätig. Zu seinen Verantwortungsbereich zählten die Auswahl, Entwicklung, Förderung von Mitarbeitern und insbesondere die Bindung derer an das Unternehmen. Seiner Ansicht nach folgen die besten Lebensläufe immer demselben Prinzip:

1. Was habe ich erreicht?

2. Wie habe ich das erreicht?

3. Wie habe ich das gemessen, was ich erreicht habe?

Diese „Geheimformel“ macht den Kandidaten greifbar und vergleichbar mit anderen Kandidaten. So kann man sich auch von den anderen unterscheiden und abheben.

 

How to find the right fit? /

Wie finde ich die richtige Position?

Nach den Unternehmenswerten oder der Kultur zu fragen reicht schon lange nicht mehr. Das gleiche gilt für die Informationen auf der Website. Will man als Kandidat wissen, ob man in das Unternehmen passt oder nicht, dann fragt man im Interview am besten, wofür man in dem Unternehmen belohnt wird oder wofür man befördert wird. Die Antwort auf diese Frage zeigt am besten, was dem Unternehmen wirklich wichtig ist und vor allem ob diese Werte auch zu einem selbst passen.

 

How to make the right impression? /

Wie macht man den richtigen Eindruck?

Die Information, dass jeder Mensch innerhalb nur weniger Sekunden eine Entscheidung bezüglich seines Gegenübers trifft, ist nichts Neues. Der erste Eindruck, also wie jemand den Raum betritt, wie er die Hand schüttelt oder sich hinsetzt sind oft entscheidend. Geht es nach Laszlo Bock, sollten Interviewer diese Körpersprache völlig ignorieren. Es gibt zu viele kulturelle Unterschiede und man erhält ein verzerrtes Bild eines Menschen. Denn achtet man zu sehr auf solche Dinge dann wählt man jene Kandidaten die einem selbst am ähnlichsten sind und übersieht vielleicht große Talente. Für Kandidaten hingegen gilt, das Spiel quasi mitzuspielen und den üblichen Regeln zu folgen. Sprich: aufrechte Haltung, lächeln, aufmerksam zuhören, selbstbewusste Ausstrahlung etc.

 

„You have to play the game, until the game is fixed“ 

 

How to handle interview curveballs? /

Wie gehe ich mit unerwarteten Schwierigkeiten um?

Unnötige Interview-Fragen im Vorstellungsgespräch sind solche, die den Bewerber dumm erscheinen lassen, während der Interviewer als besonders smart dasteht. Als Beispiel nennt Laszlo Bock diese Frage: „wieviele Golfbälle passen in ein Flugzeug?“. Augenscheinlich sind solche Fragen und deren Beantwortung überhaupt nicht aussagekräftig, sie dienen nur zum Vergnügen des Interviewers. Für den Kandidaten gilt hier wiederum das Spiel mitzuspielen. Das Gute ist, es gibt keine richtigen oder falschen Anworten, hauptsache selbstbewusst reagieren und am besten auf das Unerwartete – wie genau solche Fragen – vorbereitet sein. Der Trick ist: „play the game better than they do“, also spielt einfach besser als euer Gegenüber und ihr werdet überzeugen!

 

Wenn ihr mehr über Laszlo Bock und seine Erfahrungen lesen wollt, dann schaut in eines seiner Bücher rein:
Work Rules!: Wie Google die Art und Weise, wie wir leben und arbeiten, verändert

 

 

 

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7 Sünden im Vorstellungsgespräch

Aus der Sicht eines Bewerbers – ein Gastbeitrag unseres tollen Praktikanten Niklas!

 

Endlich meldet sich die Firma des Begehrens und der Traumjob winkt einem zu. Das kann einen schon auf ganz neue Hochs befördern, wenn nach unzähligen Bewerbungen endlich eine Früchte trägt.

Doch sicher ist man noch lange nicht, denn die endgültige Entscheidung wird erst nach dem Audit gefällt. Um nicht in eine der unzähligen Fallen zu tappen, haben wir hier sieben Sünden aufgelistet, auf die ihr jedenfalls achten müsst.

 

„Meine Schwäche ist, dass ich eigentlich perfekt bin‘

Wer kennt sie nicht, die lästige Frage nach den eigentlichen Schwächen und die unendlichen Konsequenzen einer falschen Antwort. Die klassischen Sünden sind Statements wie ‚ich bin zu genau‘ oder ‚ich bin zu motiviert‘. Etwas Positives als negative Eigenschaft zu verkaufen ist ein uralter Trick, der Bewerbern seit Jahrzehnten nicht mehr abgenommen wird.

Tipp: Sucht Euch eine menschliche Schwäche heraus, an der Ihr bereits arbeitet. Etwas Dezentes aber doch Nachvollziehbares, beispielsweise die eigene Ungeduld. In dieser Harvard-Studie kam raus, dass das Zugeben von „echten Schwächen“ bei Bewerbungsgesprächen viel besser ankommt.

 

Immer Anzug und Krawatte

Die Regel kennt man: Bewerbung ist Bewerbung, da hat man sich passend zu kleiden und der erste Eindruck ist wichtig, doch man wird sich in einem jungen Modegeschäft einige besorgte Blicke einfangen, wenn man sich kleidet als würde man Mitglied der Men In Black sein.

Tipp: Seht euch die Firma im Vorhinein an, achtet auf die Kleidung der Mitarbeiter im Dienst und orientiert euch daran. Es soll Mühe dahinter sein, aber das Outfit muss der Situation angepasst werden. Seht Euch hierzu unseren Blogbeitrag Nicht nur Fähigkeiten zählen: Richtiges Verhalten beim Jobinterview an!

 

Pünktlichkeit ist ein Zeichen von Respekt!

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Man kann noch so rechtzeitig von zuhause weggehen und den kürzesten Bus nehmen, den Verkehr kann niemand kontrollieren und welcher Chef möchte schon einen Mitarbeiter, der nicht einmal zum Aufnahmegespräch rechtzeitig erscheinen kann?

Überpünktlichkeit ist jedoch auch keine Tugend, so wird sich euer zukünftiger Chef kaum freuen, wenn ihr statt um 10:30, bereits um 9:00 in seinem Büro antanzt.

Tipp: Nehmt einen oder zwei Busse vorher und wartet gediegen in der Nähe der Firma.

 

Der Firmeneingang führt nicht direkt ins Büro vom Chef

Um beim Zeitmanagement zu bleiben ist zu sagen, dass euer zukünftiger Chef bei einem Gespräch um 9:00 Uhr erwartet, dass ihr um 9:00 in seinem Büro seid.

Gerade große Firmen sind so aufgebaut, dass es teilweise recht verwirrend sein kann, beziehungsweise man am Lift oder an der Rezeption etwas Zeit braucht. Zudem kann der Weg über größere Firmengelände oft Extrazeit in Anspruch nehmen.

Tipp: Seid, je nach Größe der Firma, zirka 15 Minuten vor dem Gesprächsbeginn am Firmengelände um sich locker zurecht zu finden.

 

„Also, Zigaretten sollte ich mir schon leisten können“

Gehaltsfragen sind wichtig. Natürlich tut jeder so, als würde er sich wegen der tollen Stelle bewerben und natürlich ist es wichtig einer Tätigkeit nach zu gehen die einem Spaß macht, doch aus Jux und Tollerei gehen die wenigsten von uns Arbeiten.

In der Regel weiß das auch der Chef und stellt die Frage nach den Gehaltsvorstellungen.

Tipp: Sich vorher ein Gehalt überlegen, das im Bereich des Möglichen liegt. In der Regel steht die Verhandlungsbasis des Gehalts in der Stellenbeschreibung. Es ist okay diese mit seiner Vorstellung zu überschreiten, solange man dies im Gespräch auch selbstbewusst begründen kann.

Wem die Gehaltsfrage immer noch Bauchweh bereitet, der sollte sich diesen Blogbeitrag oder folgende Präsentation für weitere hilfreiche Tipps zu Gemüte führen. 

„Wer reitet so spät durch Nacht und Wind…“

Ein Bewerbungsgespräch ist keine Dichterlesung. Der zukünftige Chef will sich ein Bild über einen machen und keine Biographie anhören, immerhin soll man in der Firma arbeiten und nicht als Muse die anderen mit seinen Lebensgeschichten inspirieren. Kurz fassen ist beim Vorstellungstermin angesagt.

Tipp: Sich im Vorhinein über die wichtigsten Punkte seines Lebenslaufs Gedanken machen um dem Chef kurz und bündig einen kleinen Überblick über die eigene Person zu gewähren. Für seine Fähigkeiten gibt man am besten konkrete Beispiele aus dem Leben, die nicht schon im Lebenslauf stehen.

 

Active Sourcing ist kein Ruhekissen

Auch wenn Active Sourcing immer gängiger wird, so kann man sich nicht darauf verlassen, überhaupt gefunden zu werden. Sollte man zu den Glücklichen gehören, die tatsächlich von einer Firma für ihre Stelle angeworben werden, darf man sich auf keinen Fall auf die Social Media Präsenz alleine verlassen, da man auch bei einem guten Bewerbungsschreiben das Gespräch nicht als gewonnene Schlacht sehen darf.

Tipp: Regelmäßige Updates auf der eigenen Seite. Hinter den angeführten Eigenschaften sollte auch wirklich die Wahrheit stehen, also nicht flunkern! Weniger ist oft mehr und mit einem plötzlichen Zusatzskill aufwarten zu können gefällt jedem Chef.

 

Und, schon eingestellt?

Ich hoffe euch konnten diese sieben Job-Sünden vor einem Leben im Fegefeuer der Jobsucher bewahren, oder habt ihr vielleicht ein Bewerbungsgebot für uns?

Schreibt uns doch auf LinkedIn oder Facebook und helft auch anderen auf dem Weg ins Licht – also natürlich bei der Beleuchtung des Arbeitsplatzes 🙂

 

Wenn du Informationen zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen benötigst, findet du diese hier, oder nutze unseren Service von Jobweiser!

Du kannst dir alle Tipps zum Thema Jobsuche in einem Videotraining auf video2brain oder LinkedIn Learning ansehen!

Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch bekommst du hier oder hier!

 

Nicht nur Fähigkeiten zählen: Richtiges Verhalten beim Jobinterview

Aus der Sicht einer Bewerberin – ein weiterer Gastbeitrag unserer tollen Praktikantin Kristina

Es ist ratsam, in einem langersehnten Vorstellungsgespräch zu seinem Traumjob nicht nur bewusst seine besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten herauszuheben, sondern auch bestimmten Benimm-Regeln zu folgen. Neben den klassischen Knigge-Regeln zu Business Etikette gibt es einfache Dinge, die jeder Bewerber beachten sollte.

Kleider machen Leute

Bevor Ihr überhaupt mit dem Personalchef ins Gespräch kommt, hat sich dieser bereits einen ersten Eindruck verschafft.

Dieser Eindruck entsteht durch Eure Mimik, Gestik und Körpersprache. Doch das sind nicht die einzigen Faktoren, auch Euer Aussehen im Sinne von Kleidung, Frisur oder gepflegte Hände ist entscheidend,

Denkt daran, dass Ihr Euch von Eurer besten Seite zeigen wollt; deshalb heißt es: besser overdressed als underdressed.

Die Wahl der Kleidung ist auch abhängig von der Branche, in welcher Ihr arbeiten wollt.

Meist reichen für die Herren ein einfarbiges Hemd oder Polo-Shirt, eine Jeans (jedoch ohne Risse, Löcher und mit langen Beinen) und schlichte Schuhe. Dasselbe gilt auch für Frauen: Schlichte Jeans, Rock oder Kleid mit einer einfachen Bluse sind oft passend. Die Schuhe sollten keinen Absatz über 3 cm aufweisen geschlossen sein. Vermeide zudem zu viel Make-Up und zu viel Schmuck.

Tipp: Die Kleidung solltet Ihr auf alle Fälle schon öfters getragen haben, um nicht die böse Überraschung zu erleben, dass die Bluse oder die Hose auf einmal zwickt.

Solltet Ihr bei Eurem Bewerbungsgespräch erfolgreich sein und Euren ersten Tag in der neuen Firma beschreiten, ist es wichtig, dass Ihr Euch gleich formell anzieht wie bei Eurem Bewerbungsgespräch.

Jetzt geht es ans Eingemachte: Das Aufeinandertreffen

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, was man alles falsch machen kann, wenn es um die Kommunikation in einem Bewerbungsgespräch geht!

Dabei ist sowohl die direkte als auch die indirekte Kommunikation wichtig.

Stellt Euch folgende Situation vor:

Ihr habt ein Bewerbungsgespräch und kommt eine halbe Stunde zu früh. Ihr denkt Euch „Na, bevor ich warte ist sicher besser, wenn ich gleich reingehe und es hinter mich bringe.“

So, Ihr schreitet also zielstrebig auf die Tür zu, klopft an und zieht sie auf. Im Büro sitzt der Personalchef, vertieft in ein Dokument auf seinem Computer. Ihr räuspert Euch, weil er Euch anscheinend nicht bemerkt hat, und sagt höflich: „Entschuldigen Sie, ich hätte um 9 ein Gespräch bei Ihnen…“

Der Zuständige blickt auf und es dauert einen Moment, bis er versteht, was hier passiert. „Natürlich“, antwortet er. „Kommen Sie bitte herein.“

Ihr folgt seiner Anweisung, kommt herein, setzt Euch auf den freien Stuhl vor seinem Tisch und legt Eure Jacke über die Stuhllehne.

Als er aufsteht und Euch fragt, ob Ihr was zu trinken möchtet und ob Ihr gut zur Firma gefunden habt, antwortet Ihr mit einem Lächeln: „Nein danke und ja, es war echt schlimm hierher zu finden – der Parkplatz ist schon sehr versteckt…“

 

Na, lief doch ganz gut, oder? Ihr wart höflich, Ihr habt brav gelächelt und man hat nichts von Eurer Nervosität mitbekommen.

Und trotzdem gibt es viele Fehler, die Ihr allein schon in den ersten 5 Minuten des Vorstellungsgespräches gemacht habt.

Es fängt bei der Zeit an, in der Ihr ankommt: kommt niemals früher als 10 Minuten vor dem Termin, optimal sind 5 Minuten. Wenn Ihr zu früh da seid, heißt es also warten.

Klopft ruhig an die Bürotür, wartet aber, bis eine Antwort kommt. Es ist selten, dass der Personalchef Euch nur hereinbittet. Viel öfter kommt es vor, dass er zur Tür geht und sie Euch aufhält – schließlich erwartet er Euch schon.

Mit aufrechter Haltung und einem ehrlichen Lächeln (Selbstbewusstsein ist gefragt!) solltet Ihr ihm dann die Hand geben, wenn er sie Euch zum Gruß hinhält – nie umgekehrt. Dabei solltet Ihr Euch nicht anfühlen wie ein Fisch, der gerade aus der See aufs Land geworfen wurde: er sollte fest, aber nicht zu fest sein, und nicht zu lang anhalten. Haltet Augenkontakt.

Als nächstes wird er Euch wahrscheinlich ein Getränk, sowie einen Ablageort für Eure Jacke anbieten. Niemals solltet Ihr ein Getränk verneinen. Wenn Ihr kein Kaffeetrinker seid oder keinen Durst habt, solltet Ihr trotz allem ein Glas Wasser annehmen – Ihr müsst auch nicht alles austrinken; ein oder zwei Mal nippen ist vollkommen okay. Ich muss hoffentlich nicht extra erwähnen, dass Alkohol ein No-Go ist.

Wenn Euch der Personalchef einen Stuhl anbietet, wartet trotzdem ab, bis er sich ebenfalls hingesetzt hat.

Und auch wenn keinen Parkplatz gibt und man das Unternehmen nicht einmal Mithilfe von Google Maps findet: wenn er mit Euch Smalltalk betreibt und fragt, ob Ihr gut hingefunden habt, sagt Ihr mit einem Lächeln, dass es absolut kein Problem war, das Unternehmen zu finden.

Lügen haben kurze Beine

Klar, wer tut es nicht: wenn man eine Position unbedingt haben möchte, wird der Lebenslauf schnell mal optimiert.

Dabei wird das Praktikum auf einmal zur ersten Arbeitserfahrung oder aus den mäßigen Kenntnissen in Excel werden sehr gute Kenntnisse.

Es ist natürlich erlaubt, den Lebenslauf auf eine Stelle anzupassen und gewisse Tätigkeiten hervorzuheben, aber hütet Euch vor falschen Angaben im Lebenslauf und Eurem Bewerbungsgespräch.

Verwandelt beispielsweise nie die zwei Ferialjobs im Sommer zu einer durchgehenden zweijährigen Berufstätigkeit, wenn das nicht stimmt!

Personalchefs sind nicht umsonst Personalchefs. Sie haben eine sehr gute Menschenkenntnis und sind zuverlässig wie die Spürhunde der Polizei. Zudem können Unternehmen in Österreich einen Auszug der Sozialversicherung von Euch fordern, der genau auflistet, wann Ihr wo gearbeitet hast.

Wenn Ihr lügt, drückt Ihr Eurer Bewerbung praktisch einen Absagestempel auf.

Das Parkticket läuft ab

Auch wenn es sich absurd anhört, kommt es öfters vor als man sich vorstellen kann: das fiese Parkticket läuft ab und Ihr riskiert eine Strafe.

Bezahlt vorsorglich das Parkticket eine Stunde länger als geplant, bittet einen Freund, dass er Euch hinfährt oder fährt mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln.
Nichts ist schlimmer, wenn Ihr während des Gesprächs immer wieder nervös auf die Uhr seht oder gar abgelenkt seid und gar nichts mehr mitbekommt.

Wer dann auch noch aufsteht mit der Begründung, dass er schnell ein neues Parkticket kaufen müsste, kann gleich nach Hause fahren.

Es hört sich vielleicht nach vielen Regeln an, bei welchem man schnell den Überblick verlieren kann. Es ist allerdings alles ein Ding der Übung und mit diesen Regeln könnt Ihr Euch sicher sein, dass Ihr den richtigen Start bei Eurem Vorstellungsgespräch hinlegt.

Eure Chancen stehen dadurch besser als die derer, die sich danebenbenommen haben!

 

Hie gibt’s weitere Artikel von Kristina:

Bewerbungslust statt Bewerbungsfrust – Teil 1

Bewerbungslust statt Bewerbungsfrust – Teil 2

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Tipps zur erfolgreichen Gehaltsverhandlung

Ist das Vorstellungsgespräch bereits gut gelaufen, gilt es, nur noch die letzte Hürde zu meistern: die Gehaltsverhandlung. Bei guter Vorbereitung und mit den richtigen Argumenten können Sie Ihr Wunschgehalt durchsetzen.

Es ist ganz natürlich, wenn man vor einer Gehaltsverhandlung nervös ist, trägt das Gehalt doch zur allgemeinen Zufriedenheit mit dem neuen Job bei. So wie Sie sich auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten, sollten Sie sich auch auf die Gehaltsverhandlung einstimmen.

Die Hauptargumentation können Sie auf Ihre Stärken und den Mehrwert, den Sie dem Unternehmen bringen werden, aufbauen. Wichtig dabei ist Ihr Wissen über Ihre finanzielle Situation, sprich wie viel Sie zum überleben, zum „gut leben“ und idealer Weise benötigen. Sehen Sie sich diese Slideshare Präsentation an, um bei Ihrem nächsten Jobinterview zu punkten.

Und noch ein kleiner Tipp: Wenn Sie während des Vorstellungsgesprächs merken, dass der Job für Sie nicht in Frage kommt, gehen Sie bewusst in die Gehaltsverhandlung und üben Sie diese!

Wenn Sie Informationen zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen benötigen, finden Sie diese hier, Lebenslaufvorlagen finden Sie hier oder nutzen Sie unser Service von Jobweiser!

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Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch bekommen Sie hier oder hier!

NLP für‘s Jobinterview

Spätestens seit dem letzten Jahr und der Bundespräsidentenwahl in Österreich ist den meisten NLP ein Begriff. Neurolinguistisches Programmieren wird u.a. als die Kunst und Wissenschaft der Kommunikation bezeichnet und kann einem durchaus Vorteile bringen, wenn man es beherrscht. Zum Beispiel im Jobinterview.

In vielen Beobachtungen hat man festgestellt, dass Menschen die sich nahe stehen ihre Körperhaltung und ihr Verhalten anpassen. Wir imitieren unser Gegenüber eigentlich ganz automatisch, wenn wir ihn oder sie mögen. Der andere nimmt diese Spiegelung ganz unbewusst auf und verarbeitet sie positiv im Unterbewussten. Diese Technik können Sie im Jobinterview gezielt einsetzen, um zum Recruiter eine (unterbewusst) gute Beziehung aufzubauen. Wenn Ihr Gegenüber z.B. die Beine übereinander schläft, nimm eine ähnliche Haltung an usw. Passen Sie aber auf, dass Sie dabei nicht zu künstlich wirken, sonst kann es schnell eine negative Wirkung haben. Am besten vorher bei Freunden üben. Gleiches wie für die Körpersprache gilt übrigens auch für Gestik, Mimik, Sprechtechnik und auch -lautstärke. Das Anpassen des Ausdrucksverhalten zeugt nämlich ebenfalls von einer tieferen Bedeutung. Aber auch hier ist es wichtig, nicht zu übertreiben. Diese Techniken nennt man übrigens Rapport und Pacing. Geübte NLP-er nutzen auch gerne die Technik des Leading, indem sie (wenn erstmal der Rapport, also die Verbindung zum Gegenüber, hergestellt ist) das Gespräch in eine bestimmte Richtung lenken – diese Technik ist besonders bei so manchem Politiker beliebt.

Weitere Tipps wie Sie im Vorstellungsgespräch punkten können finden Sie hier: Optimale Vorbereitung für Fragen im Vorstellungsgespräch

Die richtige Nachbereitung nicht unterschätzen!

Klar, die richtige Vorbereitung auf das Jobinterview ist das A und O und ein Muss wenn Sie den Job haben möchten. Punkten können Sie aber nicht nur mit der richtigen Vorbereitung, sondern auch mit einer guten Nachbereitung. Hier ein paar Tipps dazu:

  • Reflektieren Sie: egal ob das Gespräch für Ihr Gefühl positiv oder negativ gelaufen ist – machen Sie, sobald Sie die Gelegenheit dazu haben, Notizen. Schreiben Sie alles auf, dass Ihnen nach dem Gespräch durch den Kopf geht: Was ist schief gelaufen? Auf welche Frage(n) war ich zu wenig vorbereitet? Welche Antworten sind besonders gut angekommen? Sollte ich an meiner Selbstvorstellung etwas ändern?
  • Wenn das Gespräch besonders positiv verlaufen ist und Sie den Job noch mehr als zuvor haben möchten: Schreiben Sie Ihrem Gesprächspartner eine kurze Mail, in der Sie sich für die Zeit und das Gespräch bedanken und nochmal Ihr Interesse bekunden.
  • Sie haben nach der vereinbarten Frist noch immer keine Rückmeldung erhalten? Scheuen Sie sich nicht nachzufragen, das zeigt, dass Sie tatsächlich Interesse am Job haben.

Eine gute Nachbereitung ist vor allem deshalb so wichtig, weil es schon gleichzeitig eine Vorbereitung für das nächste Jobinterview sein kann. Kurz nach dem Gespräch wissen Sie am besten, was gut und was nicht so gut gelaufen ist. Daher unbedingt notieren! Im besten Fall war es natürlich erstmal Ihr letztes Jobinterview und Sie erhalten eine Zusage. Aber wenn nicht, können Sie vor Ihrem nächsten Termin auf Ihre Notizen zurückgreifen und sind bestimmt froh darüber!

 

Wenn Sie gerne weitere Tipps zum Thema Bewerbung und Jobinterview haben wollen, nehmen Sie unser Service von Jobweiser in Anspruch oder lassen Sie Ihre Bewerbung von uns checken! Hier können Sie sich außerdem alle Tipps zum Thema Jobsuche in einem Videotraining auf video2brain oder LinkedIn Learning ansehen!

Nach dem Jobinterview gut in Erinnerung bleiben

Beim Jobinterview geht es in erster Linie darum, den geeigneten Kandidaten für das Unternehmen zu finden. Doch auch für das Unternehmen selbst ist es die ideale Gelegenheit, sich als Top-Arbeitgeber zu präsentieren. Denn auch Bewerber wollen sich ein Bild vom Unternehmen machen und herausfinden, ob sie überhaupt hierhin passen.

Fühlt man sich als Kandidat von Vornherein nicht wohl, wird man auch ein eventuelles Jobangebot nicht annehmen. Vergewissern Sie sich, dass Bewerber schon vor dem Gespräch alle notwendigen Informationen bekommen (Minimalinfos: Ort, Zeit und Dauer des Gespräches sowie Name des bzw. der Gesprächspartner). Bewerber sollen sich immer gut betreut und informiert fühlen. Für das Jobinterview selbst planen Sie genug Zeit ein, finden einen geeigneten Raum und bereiten diesen auch vor. Ist der Bewerber vor Ort, lassen Sie ihn nicht zu lange warten. Sollte es dennoch zu Verzögerungen kommen – was ja im Arbeitsalltag durchaus passieren kann – informieren sie den Kandidaten darüber.

Nichts ist schlimmer, als eine gefühlte Ewigkeit an der Rezeption auf ein Vorstellungsgespräch zu warten und nicht zu wissen, wann der Gesprächspartner endlich erscheint . Als Kandidat ist man immerhin nervös! Solche Verzögerungen lassen sich gut mit dem Angebot auf ein Getränk überbrücken.

Wenn das Gespräch dann endlich losgeht, vergessen Sie nicht, sich selbst und eventuelle Gesprächspartner vorzustellen und dem Gegenüber einen kurzen Überblick über den Verlauf des Gespräches zu geben. Ungefähr genauso wichtig wie der Start des Gespräches ist auch der Abschluss. Manche Recruiter bevorzugen es, direkt im Anschluss an das Jobinterview Feedback zu geben. Soll heißen, wenn man schon während dem Gespräch merkt, dass der Kandidat nicht zum Unternehmen passt wird dies gleich mitgeteilt. Natürlich höflich und mit ausführlicher Begründung sowie eventuell Tipps oder Vorschlägen für geeignetere Positionen. Möchten Sie mit Ihrem Feedback aber warten bzw. verlief das Gespräch erfolgsversprechend, sprechen Sie auf jeden Fall die weitere Vorgehensweise an. Der Bewerber soll Bescheid wissen, wie lange es bis zur Rückmeldung dauern wird.

Wenn Sie dem Bewerber dann eine Woche später eine Zusage machen und auch er oder sie interessiert ist: Glückwunsch! Sollte dem nicht so sein und Sie müssen eine Absage erteilen, tun Sie dies möglichst zeitnah nach dem Gespräch und seien Sie dabei so ehrlich wie möglich. Benutzen Sie keine Standardfloskeln bei der schriftlichen Absage, sondern versuchen Sie einen individuellen Text zu verfassen. Die noch persönlichere – wenn auch sicher nicht ganz angenehme – Variante ist die telefonische Absage. Vorteil ist, dass Sie dem Kandidaten hier gleich Feedback und Ihr Bedauern über die negative Auskunft geben können und nochmal betonen, wie sehr es sie gefreut hat, ihn persönlich kennen zu lernen. Dies kann zwar unangenehm sein, allerdings haben Sie so die Möglichkeit, sich von Ihren Mitbewerbern abzuheben und – trotz der negativen Nachricht – einen positiven Eindruck beim Bewerber zu hinterlassen.

Das Wichtigste ist, dass sich Bewerber trotz Absage wertgeschätzt fühlen. Man weiß ja nie ob man die Kandidaten zu einem späteren Zeitpunkt nochmal wiedersieht und vor allem wem die Erfahrungen weitererzählt werden!

 

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Gute Bewerber springen vorzeitig ab? Teil 2

In Teil 1 dieser Serie konnten Sie die Gründe für ein vorzeitiges Abspringen von Bewerbern bereits nachlesen. Ein optimaler Bewerbungsprozess macht also durchaus Sinn. Hier finden Sie Tipps, wie Sie zu lange Verzögerungen künftig vermeiden können:

 

  • Vorbereitung ist alles: Vorab sollten Sie immer klären, wen man eigentlich sucht bzw. braucht. Voll- oder Teilzeitstelle? Unbefristeter Vertrag oder eine Arbeitsstelle auf Zeit? Diese Fragen sollten Sie schon vor Ausschreibung der offenen Position klären. Zudem sollten alle Personen, die am Bewerbungsprozess beteiligt sind (z.B. künftige Führungskraft und Kollegen, HR Manager, Kollegen) informiert und „ins Boot geholt“ werden. Somit können offene Fragen und Unklarheiten schon im Vorfeld geklärt werden, z.B. in welchem Rahmen das Gehalt liegt, wo man Kompromisse eingehen kann oder welche Benefits Sie dem Bewerber zusätzlich anbieten können.
  • Stellen Sie sicher, dass beim Vorstellungsgespräch alle beteiligten Personen und Entscheidungsträger dabei sind. Unmittelbar nach dem Gespräch gilt es dann, gleich Feedback einzuholen. So können unmittelbar nach dem letzten Jobinterview Ihre jeweiligen Präferenzen schnell abgesteckt werden. Dabei sollten Sie natürlich auch nicht vergessen, Feedback vom Bewerber einzuholen. Meist reicht schon ein kurzer Anruf um zu abzuklären, ob auf beiden Seiten weiterhin Interesse vorhanden ist.
  • Den Bewerber immer am Laufenden halten. Informieren Sie den Kandidaten bei jedem Gespräch, wie viel Zeit bis zur nächsten Rückmeldung vergehen wird. Auch bei Zwischenergebnissen oder kurzfristigen Verzögerungen immer Bescheid geben. Oft reicht schon eine kurze E-Mail, damit sich der Bewerber nicht vergessen fühlt und vorzeitig abspringt.
  • Wenn es eine Entscheidung gibt, dann sagen Sie dem Bewerber so schnell wie möglich telefonisch zu und vereinbaren einen Termin zur Vertragsunterzeichnung. Noch offenen Fragen oder Verhandlungsbedarf sollten so bald als möglich abgeklärt werden.

 

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Social Media Check andersrum: Personaler im Netz

Als Bewerber liest und hört man immer wieder, wie wichtig es bei der Jobsuche ist, seine Social Media Profile auf Vordermann zu bringen. Zudem sollte man darauf zu achten, was man alles über sich im Netz postet und preisgibt. Doch haben Sie schon mal daran gedacht, den Spieß umzudrehen?

Heutzutage findet man die meisten Personen auf Facebook, LinkedIn, XING etc. Insbesondere Personaler sind häufig auf diversen Social Media Kanälen vertreten. Es kann also nicht schaden, sich auch als Bewerber über sein Gegenüber zu informieren, natürlich alles unter der Einhaltung der DSGVO (EU weite Datenschutzgrundverordnung). Wir haben ein paar Tipps dazu:

  • Werden Sie zu einem Jobinterview eingeladen, notieren Sie sich immer den Namen Ihres Gesprächspartners. Haben Sie den Namen am Telefon nicht verstanden, fragen Sie einfach nochmal nach oder lassen sich eine Bestätigungs-Mail schicken.
  • Beginnen bei Ihrer Online-Suche mit den beruflichen Netzwerken à la XING und LinkedIn. Suchen Sie nach den Namen und mit ein bisschen Glück werden Sie auch fündig! Bedenken Sie aber: auf diesen Kanälen werden dem Nutzer die Profilbesuche angezeigt. Gehen Sie daher nur einmal auf das Profil und senden Sie einfach eine Anfrage zur Vernetzung. Übertreiben es nicht, einen Stalker möchte immerhin niemand einstellen 😉
  • Die Suche nach Ihren Gesprächspartnern hat jedenfalls Vorteile: Ihr Gegenüber hat bereits ein Bild von Ihnen, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn bei der Bewerbung haben Sie sicher ein Foto von sich mitgeschickt. Mit der Suche auf sozialen Netzwerken können Sie sich auch ein Bild vom Gegenüber machen und sich somit besser auf das Gespräch einstellen.
  • Außerdem finden Sie unter der Rubrik Ausbildung, Kontakte oder sonstige Interessen vielleicht Gemeinsamkeiten, die Sie bei passender Gelegenheit im Laufe des Jobinterviews ansprechen können. Aber auch wenn Sie nichts Nützliches für das Gespräch finden können: Sieht der Personaler, dass Sie das Profil besucht haben, zeugt das zumindest von Interesse und dass Sie sich vorab informiert habt.

 

Sie möchten vor Ihrer Bewerbung auch noch Ihren Social Media Auftritt auf Vordermann bringen? Hier finden Sie die passenden Artikel:

5 Tricks, die das LinkedIn Profil optimieren

11 verdammt ehrliche Antworten im Jobinterview

Frage: „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?“

Antwort: „Ich weiß nicht mal wo ich mich in 5 Minuten sehe… „

 

Das ist nur ein Beispiel der typischsten Bewerbungsfragen, die uns laut kununu im Jobinterview gestellt werden. Ok, zugegeben: ganz so ernst sollten Sie diese Antwortmöglichkeiten nicht nehmen, aber zum Schmunzeln haben sie uns auf alle Fälle gebracht 😉

 

Alle Antworten sind hier nachzulesen:
http://news.kununu.com/bewerbungsgespraech-11-verdammt-ehrliche-antworten

 

Passendere Antworten können Sie hier nachlesen:

Optimale Vorbereitung: Fragen im Vorstellungsgespräch – Teil 1

Optimale Vorbereitung: Fragen im Vorstellungsgespräch – Teil 2

 

Wie bitte?! Verbotene Fragen im Vorstellungsgespräch

Vorstellungsgespräche erfordern immer Vorbereitung, und zwar auf beiden Seiten. Als Recruiter dürfen Sie den Bewerbern keine verbotenen Fragen stellen! Welche das sind und wie die Gesetzesgrundlage geregelt ist, lesen Sie hier.

Von Bewerbern wird erwartet, sich ein ausreichend über das Unternehmen zu informieren und klar darzustellen, warum die Person der geeignete Kandidat für das den Job ist. Doch auch als Recruiter gibt es Einiges zu beachten. So gibt es zum Beispiel Fragen, die im Zuge eines Jobinterviews nicht gestellt werden dürfen, da dies sonst rechtliche Folgen aufgrund des Diskriminierungsgesetztes (GlBG, österreichisches Recht) nach sich ziehen kann. Insbesondere handelt es sich dabei u.a. um Fragen zum Beziehungsstatus, zur sexuellen Orientierung oder zur politischen Einstellung.

Auszug aus dem Gleichbehandlungsgesetz:

§3 Z 1 GlBG: „Auf Grund des Geschlechtes, insbesondere unter Bezugnahme auf den Familienstand oder den Umstand, ob jemand Kinder hat, darf im Zusammenhang mit einem Arbeitsverhältnis niemand unmittelbar oder mittelbar diskriminiert werden, insbesondere nicht bei der Begründung eines Arbeitsverhältnisses.“

§17 Z 1 GlBG: „Auf Grund der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion oder Weltanschauung, des Alters oder der sexuellen Orientierung darf im Zusammenhang mit einem Arbeitsverhältnis niemand unmittelbar oder mittelbar diskriminiert werden, insbesondere nicht bei der Begründung des Arbeitsverhältnisses.

Es gibt jedoch auch Ausnahmen:

§20 Z 1 GlBG: „Bei Ungleichbehandlung wegen eines Merkmals, das im Zusammenhang mit einem der in §17 genannten Diskriminierungsgründe steht, liegt keine Diskriminierung vor, wenn das betreffende Merkmal auf Grund der Art einer bestimmten beruflichen Tätigkeit oder der Rahmenbedingungen ihrer Ausübung eine wesentliche und entscheidende berufliche Voraussetzung darstellt und sofern es sich um einen rechtmäßigen Zweck und eine angemessene Anforderung handelt.

Hier könnte z.B. die Körpergröße eine Rolle spielen, wenn man hauptsächlich über Kopf arbeiten muss.

§20 Z 2 GlBG: „Eine Diskriminierung auf Grund der Religion oder Weltanschauung liegt in Bezug auf berufliche Tätigkeiten innerhalb von Kirchen oder anderen öffentlichen oder privaten Organisationen, deren Ethos auf religiösen Grundsätzen oder Weltanschauungen beruht, nicht vor, wenn die Religion oder die Weltanschauung dieser Person nach der Art dieser Tätigkeiten oder der Umstände ihrer Ausübung eine wesentliche, rechtmäßige und gerechtfertigte berufliche Anforderung angesichts des Ethos der Organisation darstellt.

Das bedeutet, dass z. B. eine kirchliche Vereinigung nach dem Religionsbekenntnis fragen darf, da dies einen erheblichen Teil der Unternehmenskultur darstellen kann.

Diese Ausnahmen sind sehr strikt geregelt, also vermeiden Sie unbedingt, Ihrem Gegenüber – unabhängig ob Frau oder Mann – folgende verbotene Fragen zu stellen:

  • „Sind Sie verheiratet? Geschieden?“
  • „Wie sieht es mit Ihrer Familienplanung aus? Leben Sie alleine oder teilen Sie sich Ihren Haushalt mit jemanden?“
  • „Sind Sie derzeit schwanger? Haben Sie einen Kinderwunsch?“

Oft werden stattdessen die erlaubten Fragen nach den 3- oder 5-Jahreszielen gefragt oder auch, welche persönlichen Erfolge oder Highlights bis jetzt im Leben passiert sind. Als Recruiter sollte man mit diesen Fragen ausweichen, als Bewerber diese Fragen mit beruflichen Informationen beantworten.

  • Welche Krankheiten haben Sie?

Auch Fragen nach der körperlichen Verfassung sind verboten. Stattdessen sollte man als Recruiter den Job beschreiben und nachfragen, ob diese Tätigkeiten für den Bewerber möglich sind. Eine Ausnahme, wo man nach gewissen Krankheiten stellen darf, sind Jobs im Gesundheits- oder Essensbereich.

  • Welcher Partei haben Sie bei den letzten Wahlen Ihre Stimme gegeben?
  • Welche Religionszugehörigkeit haben Sie?
  • Haben Sie Schulden?

Hier stellt sich die Frage, welche Relevanz die Antworten auf eine Anstellung haben. Daher ist weder die Beantwortung noch das Stellen dieser Fragen sinnvoll. Eine Ausnahme stellen lediglich Organisationen dar, die eine gewisse politische oder Glaubensrichtung vertreten und sicherstellen wollen, dass ein Bewerber auch in die Organisationskultur passt.

Grundsätzlich gilt: Während eines Bewerbungsgespräches geht es darum herauszufinden, wie qualifiziert und motiviert der Bewerber für den zu vergebenden Job ist. Als Bewerber darf man bei Fragen, aufgrund derer man diskriminiert werden könnte, bei jeder Antwort ohne Angst vor Konsequenzen lügen.

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