Applying for a job – Bewerben auf Englisch leicht gemacht

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Applying for a job – Bewerben auf Englisch leicht gemacht

Wenn ihr Arbeitserfahrung im Ausland sammeln wollt, kommt ihr wahrscheinlich nicht drum herum, eine englischsprachige Bewerbung zu verfassen. Je nach Aufgabenprofil verlangen sogar inländische, dafür im Ausland tätige Unternehmen einen englischen Lebenslauf. Wir haben für euch zusammen gefasst, auf welche Unterschiede ihr dabei achten solltet.

Begrifflichkeiten

Der englische Lebenslauf wird als Curriculum Vitae (abgekürzt: CV) bezeichnet. Wird die Bewerbung hingegen nach Nordamerika verschickt, handelt es sich um ein Résumé. Der Cover Letter soll – wie beim deutschen Anschreiben bzw. Bewerbungsschreiben – das Unternehmen von den Fähigkeiten und der Eignung des Bewerbers für die ausgeschriebene Position überzeugen.

Inhalte

Im deutschen Raum ist es üblich, sich mit einer gesammelten Bewerbungsmappe beim Unternehmen zu bewerben. Darin sind ein Deckblatt, Anschreiben, Lenbenslauf, eventuell Motivationsschreiben sowie diverse Zeugnisse und Zertifikate vorhanden. Im Englischen besteht die Bewerbung lediglich aus Anschreiben und dem Lebenslauf. Andere Unterlagen werden nur beigelegt, wenn sie explizit verlangt werden. Sowohl im deutschen als auch im englischen Raum ist es üblich, die Bewerbung per Mail zu versenden.

Persönliche Daten

Bei den persönlichen Daten gibt es einen großen Unterschied. Im deutschen Raum werden Foto und Geburtsdatum vorausgesetzt, selbst persönliche Angaben wie Familienstand, Religion etc. oft noch von Bewerber*innen angegeben. Im englischen Raum gibt man nur wenige persönliche Informationen preis, auf Fotos und Unterschrift verzichtet man komplett. Oftmals werden sogar komplett anonymisierte Bewerbungen übermittelt, also auch ohne Hinweis auf das Geschlecht. Damit soll mehr Objektivität garantiert werden, Diskriminierung z.B. aufgrund der Religion, des Geschlechts oder des Alters wird dadurch minimiert.

Referenzen

Die Angabe von Referenzen, also Kontaktdaten von Personen, mit denen man zusammengearbeitet hat, ist bei uns keine Pflicht, kann aber zu Pluspunkten verhelfen. In den USA und Kanada hingegen ist die Angabe von mindestens zwei Referenzen Pflicht. Da sie eine große Rolle im Bewerbungsprozess spielen, sollten die Referenzen deine Eignung belegen können. Außerdem müssen die Angaben zum Referenzgeber vollständig sein, damit er für weitere Fragen kontaktiert werden kann.

Aufbau

Der englische Lebenslauf strikt achronologisch. Das bedeutet, dass die aktuelle Beschäftigung ganz oben zu finden ist, während die Ausbildung erst am Ende erwähnt wird. Diese Aufbauweise ist mittlerweile auch im deutschen Raum üblich, obwohl wir hinslichtlich der Gestaltung mehr Spielraum haben.

 

In diesem Artikel findet Ihr Tipps zu Portalen, auf denen Ihr kostenlos gute, englischsprache Inhalte finden könnt.

Wenn ihr auf Jobsuche im Ausland gehen wollt, dann schaut euch am besten bei EURES – dem europäischen Portal zur beruflichen Mobilität um.

Und wenn ihr Unterstützung bei der Bewerbung, ob deutsch oder englisch, braucht, dann schaut HIER rein. Außerdem könnt ihr euch Informationen zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen ansehen, oder unseren Service von Jobweiser nutzen.

Ihr könnt euch alle Tipps zum Thema Jobsuche auf LinkedIn Learning ansehen!

Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch bekommt ihr HIER!

 

 

Moderne Arbeitswelt? Freier Dienstvertrag & co.

Unsere Arbeitswelt wird moderner und flexibler, und damit ändern sich auch die typischen und altbekannten Formen der Beschäftigung. Wo früher ein Leben lang der Vollzeitvertrag üblich war, sind heute Teilzeitbeschäftigung, Nebenjobs und Praktika am Vormarsch.

Wir erklären, was es mit dem freien Dienstvertrag auf sich hat, was man bei mehreren Beschäftigungen gleichzeitig beachten muss und vieles mehr.

DER FREIE DIENSTVERTRAG

Der freie Dienstvertrag unterscheidet sich vom „normalen“ Arbeitsvertrag dadurch, dass die persönliche Abhängigkeit nicht gegeben ist. Das bedeutet, der Arbeitnehmer ist nicht an die Weisungen oder an bestimmte Arbeitszeiten gebunden und es fehlt die Einordnung in die betriebliche Ablauforganisation.

BEISPIEL: ein Rechtsanwalt hält neben seiner Angestelltentätigkeit Fachvorträge an einer Fachhochschule. Seine Arbeitszeiten sind individuell vereinbar und im Falle eines Verhinderungsgrundes kann er einen passenden Ersatz schicken.

Für freie Dienstnehmer gilt die Geringfügigkeitsgrenze (2017: € 425,70 monatlich). Verdient der freie Dienstnehmer unter dieser Grenze, entsteht nur eine Teilversicherung in der Unfallversicherung, für die der Arbeitgeber Beiträge leisten muss. Verdient man als freier Dienstnehmer über dieser Grenze, entsteht hingegen Vollversicherungspflicht. Das bedeutet, man ist kranken-, unfall- und pensionsversichert und muss Sozialversicherungsbeiträge zahlen.

HINWEIS: Verdient man als freier Dienstnehmer über längere Zeit hinweg unter der Geringfügigkeitsgrenze (z.B. als Student neben der Ausbildung), so kann man eine freiwillige Selbstversicherung bei der Gebietskrankenkasse abschließen. Diese führt zu einer Versicherung in der Pensions- und Krankenversicherung. Der Vorteil dabei ist, dass hierbei keine Versicherungszeiten für die spätere Pension „verloren“ gehen. Diese nachzukaufen kann nämlich sehr teuer werden!

SOZIALVERSICHERUNGSBEITRÄGE

Wenn die Einnahmen aus einem freien Dienstverhältnis über der Geringfügigkeitsgrenze liegen, zieht der Arbeitgeber die Sozialversicherungsbeiträge ab. Angenommen, Sie sind angestellt und arbeiten zusätzlich als freier Dienstnehmer: In diesem Fall ist die Summe aller Einnahmen entscheidend. Wenn das Entgelt aus dem freien Dienstverhältnis unter der Geringfügigkeitsgrenze liegt, die Summe Ihrer Einnahmen aber darüber, werden die Sozialversicherungsbeiträge erst nachträglich von der Gebietskrankenkasse vorgeschrieben. Sie müssen sich also nicht bei der Gebietskrankenkasse melden.

BEISPIEL: Der Rechtsanwalt erhält für die Fachvorträge an der FH im Monat 365 Euro. Für diesen Zuverdienst bekommt er nachträglich von der Sozialversicherung Beiträge in Höhe von 14,12 % der jährlichen Beitragsgrundlage der geringfügigen Beschäftigung vorgeschrieben.

MEHRERE BESCHÄFTIGUNGEN

Mit dem Konkurrenzverbot ist geregelt, ob eine Nebenbeschäftigung erlaubt ist oder nicht. Dieses Verbot gilt während des aufrechten Dienstverhältnis; im Gegensatz zur Konkurrenzklausel, welche erst NACH Beendigung des Dienstverhältnisses wirkt. Das gesetzliche Konkurrenzverbot untersagt gewisse Nebentätigkeiten. Zusätzlich können vertragliche Nebenbeschäftigungsverbote vereinbart werden. Diese sind im Einzelfall zu überprüfen.
In jedem Fall ist es für Angestellt untersagt, im selben Geschäftszweig des Arbeitgebers auf eigene oder fremde Rechnung Handelsgeschäfte abzuschließen. Darüber hinaus ist es verboten, zusätzlich ein selbstständiges kaufmännisches Unternehmen zu betreiben, auch wenn es sich dabei um einen anderen Geschäftszweig handelt.

AUSNAHME: der Arbeitgeber stimmt ausdrücklich zu. In dem Fall empfiehlt es sich, diese Zustimmung schriftlich einzuholen, um späteren Missverständnissen oder Streitigkeiten vorzubeugen. Hat man kein Einverständnis und der Arbeitgeber erfährt von dem unzulässigen Nebenjob ist das Grund für eine Entlassung. (Am Rande erwähnt: Die sogenannte „Schwarzarbeit“ ist natürlich auch verboten. Man spricht von einem „abträglichen Nebengeschäft“.)

STEUERLICHE AUSWIRKUNGEN

Hat man mehr als nur ein Arbeitsverhältnis, gibt es einige Dinge hinsichtlich Steuer und Sozialversicherung zu beachten. Wenn alle Arbeitsverhältnisse unter Geringfügigkeitsgrenze liegen, wird die Sozialversicherung gleich von den laufenden Bezügen abgezogen. Wenn nicht kommt es zu einer Nachverrechnung.

GUT ZU WISSEN: Die geringfügige Beschäftigung ist ein Begriff, den es nur im Sozialversicherungsrecht, nicht aber im Steuerrecht gibt. Für die Berechnung der Steuer ist deshalb auch nur wichtig, ob es sich bei einer geringfügigen Beschäftigung um ein Arbeitsverhältnis oder um einen freien Dienstvertrag handelt.
Arbeitnehmer mit mehr als einem Arbeitsverhältnis und einem steuerpflichtigen Jahreseinkommen von insgesamt über 12.000 € sind verpflichtet, bis zum 30.9. des folgenden Jahres eine ArbeitnehmerInnenveranlagung beim Finanzamt einzureichen (=Pflichtveranlagung).

ACHTUNG: Sie bekommen Pension und möchten etwas dazuverdienen? Je nachdem, welche Pension Sie beziehen (Witwenpension, Berufsunfähigkeitspension etc.) gibt es unterschiedliche steuerliche Auswirkungen. Informieren Sie sich daher vorab ausreichend, um spätere teure Nachzahlungen zu vermeiden!

 

Informationen dazu und weitere Beispiele können Sie hier und auf der Seite der österreichischen Arbeiterkammer nachlesen.

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Assessment Center: Tipps und richtige Vorbereitung

Keine Frage, ein Großteil der Unternehmen schwört bei der Mitarbeitersuche nach wie vor auf das klassische Vorstellungsgespräch. Doch auch das Assessment Center ist nach wie vor beliebt – immerhin können sich Personaler und Führungskräfte gleichzeitig einen Überblick über mehrere Kandidaten schaffen und haben einen direkten Vergleich. Doch wenn man als Bewerber zum ersten Mal zu einem Assessment Center eingeladen wird, kann man schon mal nervös sein.

 

Assessment Center (kurz: AC) dauern meist mehrere Stunden oder auch den ganzen Tag. Den Kandidaten wird viel abverlangt, vor allem vollste Konzentration und Aufmerksamkeit in verschiedenen Einzel- und Gruppenübungen. Anhand von Intelligenz- und Persönlichkeitstests sowie Rollenspielen wird beobachtet, wie fokussiert der Bewerber ist, wie er oder sie sich in bestimmten Situation verhält oder welche Rolle er im Team übernimmt, z. B. während einer Gruppenarbeit. Dadurch ist es leichter möglich – vor allem im Vergleich zum klassischen Vorstellungsgespräch – direkte Rückschlüsse auf das Arbeitsverhalten der Bewerber zu schließen. Diese Verfahren verlaufen meist auch sehr standardisiert und kontrolliert ab, d.h. die Beobachter, so genannte Assessoren, werden vom Personaler genau geschult und angewiesen worauf es zu achten gilt.

Was erwartet mich bei einem Assessment Center?

Neben den Aktionen, auf die wir gleich genauer eingehen, können auch auf den Job angepasste Übungen eingesetzt werden. Diese sind von einem zum anderen Assessment Center unterschiedlich, sollten sich aber im Rahmen dieser Elemente bewegen:

Hearings

Ähnlich einem Vorstellungsgespräch werden Bewerber von den Assessoren befragt. Die Fragen können auf ein vorangegangenes Bewerbungsgespräch aufbauen oder etwas konkreter gestellt werden. Ein Klassiker ist die Darstellung einer Problemsituation und die anschließende Fragen: „Wie würden Sie das Problem lösen?“ und nach der Antwort. „Warum haben Sie das Problem auf diese Weise gelöst?“ Dabei zielt die erste Frage auf Ihre fachlichen und methodischen Kompetenzen sowie Ihre Kombinationsfähigkeit und Lösungsorientierung ab. Die Antwort auf die zweite Frage sollte Ihre persönlichen und sozialen Stärken untermauern.

Gruppenübungen

Hier müssen Sie in einer Gruppe mit den anderen Kandidaten eine Problemstellung bearbeiten, ein Rätsel lösen, zu einer Einigung kommen oder Ähnliches. Praktizieren Sie dabei aktives Zuhören, bringen Sie sich mit konstruktiven Vorschlägen ein und versuchen Sie, mit Fakten und diplomatisch Ihre gewünschte Lösung durchzusetzen.

Rollenspiele

Meist als Paarübung durchgeführt, stellen Sie mit einem anderen Kandidaten eine Diskussionssituation nach. Das könnten Verhandlungen, Verkaufsgespräche oder sonstige Konflikte sein, bei der Sie zu einer Einigung kommen sollten.

Tests

Während des Assessment Centers kann es sein, dass Ihnen schriftliche Tests vorgelegt werden, in denen Ihre Persönlichkeitsmerkmale, Kombinatorik, analytische Fähigkeiten, mathematische Kenntnisse oder Ähnliches abgefragt werden. Auch der klassische Intelligenztest kommt oft zum Einsatz. Keine Sorge: es ist üblich, dass Sie wahrscheinlich mit der Beantwortung nicht fertig werden. Meist wird weniger Bearbeitungszeit vorgegeben, als Sie tatsächlich brauchen würden.

Wie bereite ich mich auf ein Assessment Center vor?

Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Beispiele von Tests und Übungen, die im AC zum Einsatz kommen könnten. Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Assessment Center haben, empfehlen wir Ihnen, sich vorab einige dieser Übungen anzusehen, z.B. hier. Auch wenn nicht exakt dieselben Fragen kommen, wissen Sie so zumindest was dahintersteckt und haben einen ungefähren Plan wohin die Reise gehen soll.

Ansonsten – seien Sie Sie selbst! Geben Sie nicht vor, eine andere Persönlichkeit zu haben und verstellen Sie sich nicht. Die Assessoren werden Ihre Persönlichkeit erkennen und Sie passend bewerten. Wenn Sie den Job nach einem Assessment Center nicht erhalten, war’s wahrscheinlich nicht das Richtige für Sie!

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Optimale Vorbereitung: Fragen im Vorstellungsgespräch

Der Originalartikel erschien am 24.3.2017 und wurde hier überarbeitet und mit Informationen ergänzt.

Die bestbezahlten Branchen Österreichs

Wieviel man als Arbeitnehmer verdient hängt nicht nur von der Qualifikation und dem Verhandlungsgeschick ab. Die Branche spielt eine entscheidende Rolle. Dieselben Aufgaben werden in verschiedenen Wirtschaftszweigen oft so unterschiedlich bezahlt, dass die Differenz durch keine Fortbildung der Welt ausgeglichen werden kann.

Aber schauen wir uns das mal genauer an. In Österreich werden die einzelnen Wirtschaftszweige in Branchen unterteilt. Diese wiederum sind in den Kollektivverträgen geregelt, welche regelmäßig von den Sozialpartnern verhandelt werden. Mehr zum Thema Kollektivvertrag könnt ihr HIER nachlesen. In jedem Kollektivvertrag gibt es Gehaltstabellen, die zeigen wieviel ein Arbeitnehmer – abhängig von Berufserfahrung, Ausbildung und der jeweiligen Position – mindestens verdienen muss. Und genau diese Gehaltstabellen und auch Mindestgehälter bzw. -löhne unterscheiden sich von Branche zu Branche.

Laut dem Branchenindex hat man in der Pharmaindustrie die besten Chancen auf ein hohes Gehalt. Auch Spitzenreiter in Sachen Gehalt sind Chemie und Verfahrenstechnik, die Metallindustrie sowie Banken und Versicherungen. Der starke Einfluss von diesen Branchen liegt am hohen Ausbildungsstand der Beschäftigten und dem Wettbewerb um Spezialisten auf dem Markt. Das wirkt sich auch positiv auf die Gehälter von Arbeitnehmern ohne Spezialisierung aus, zum Beispiel im Sekretariat.

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Am unteren Ende dieser Liste, also Branchen wo man vergleichsweise wenig verdient, sind z.B. Callcenter, Hotel und Gaststätten sowie soziale Einrichtungen. Hier sind die Chancen auf ein Top-Gehalt in Österreich eher gering. In Österreich gibt es auch keinen gesetzlich geregelten Mindestlohn (wie z.B. in Deutschland), alle Mindestlöhne sind in den einzelnen Kollektivverträgen geregelt. Im vergangenen Jahr wurde allerdings ein Mindestlohn von brutto € 1.500 beschlossen, an die sich künftig alle Branchen in Österreich halten müssen.

Hier haben wir einen Vergleich, der zeigt wie unterschiedlich die Gehälter für die gleichen Positionen, aber in einer anderen Branche sein können:

  • Kollektivvertrag für Handelsangestellte: Einfache Tätigkeiten: von € 1.533,– (FerialarbeitnehmerInnen) bis € 2.004,–; qualifizierte Tätigkeiten: von € 1.738,– bis € 3.169,–; hochqualifizierte Tätigkeiten: von € 2.658,– bis € 4.497,–
  • Kollektivvertrag für Metallgewerbe: Einfache Tätigkeiten: von € 1393,15,– bis € 21.593,56-; qualifizierte Tätigkeiten: von € 1.992,91,– bis € 2.499,98,–; hochqualifizierte Tätigkeiten: von € 3.157,75,– bis € 4.459,54,–
  • Kollektivvertrag für Metallindustrie: Einfache Tätigkeiten: € 1.848,08; qualifizierte Tätigkeiten: von € 2.159,25 bis 2.785,54; hochqualifizierte Tätigkeiten: € 3.192,58 bis € 6.206,88.

Alle Branchen-Kollektivverträge findet ihr auf der Seite der Wirtschaftskammer Österreich.

 

10 Tipps: Social Media Marketing für Unternehmen

Mittlerweile ist es klar, dass Social Media Unternehmen nachhaltig dabei helfen kann, eine eigene Community aufzubauen. In Portalen wie Facebook, Instagram, Pinterest oder LinkedIn kann die öffentliche Wahrnehmung (Brand Awareness, Company Awareness) gestärkt werden, die Reichweite der eigenen Internet-Präsenz zu erhöht und vermehrt Verkaufserlöse erzielt werden.

Ganz so einfach ist Social Networking aber leider nicht, denn vielerorts lauern Fehlerquellen. Für Recruiter ist Social Media ein wichtiges Tool, um Kandidaten zu finden. Dies ist ein Teil des Active Sourcings, der proaktiven Bewerbersuche. Hierbei ist wichtig, die DSGVO (EU-weite Datenschutzgrundverordnung) zu beachten, die seit 25.5.2018 inkraft getreten ist. Um sowohl beim Active Sourcing als auch zur allgemeinen Stärkung der Marke erfolgreich zu sein, ist eine umfassende Internetpräsenz nötig. Wir erläutern 10 Tipps, um die häufigsten Fehler beim Social Media Auftritt von Unternehmen zu vermeiden:

1. Vorbereitung des Social Media Auftritts

Mal eben schnell den Praktikant beauftragen, ein Facebook-Profil einzurichten und schon geht es mit der regen Interaktion mit potenziellen Kunden los – das funktioniert leider nicht. Unternehmen sollten sich stattdessen schon im Vorhinein mit der Plattform auseinandersetzen und eine inhaltliche Strategie entwickeln. Das kann ein Redaktionsplan sein bzw. ein Monats- oder Jahresplan, um Inhalte zu bestimmen und die Ausbreitung auf den diversen Plattformen zu steuern. Ganz wichtig: kein Personenprofil anlegen, sondern eine so genannte Fanpage. Diese ermöglichen den Zugang zu Statistiken über Interaktionen oder beispielsweise Zugriffe.

2. Schaffen Sie Alleinstellungsmerkmale

Mit dem Auftritt in den sozialen Medien sollten Alleinstellungsmerkmale, der sog. USP (Unique Selling Proposition) geschaffen und herausgehoben werden. Auch persönliche Inhalte sollten präsentiert werden, die zum Unternehmen passen und die Herzen und Köpfe der Zielgruppe erreichen. Wichtig dabei: immer authentisch bleiben!

3. Social Media ist (k)ein PR-Instrument

Pressemitteilungen und Berichte über die eigenen Erfolge können auch über soziale Netzwerke verbreitet werden, aber auf keinen Fall ständig. Auf Social Media sind Dialoge und Austausch gefragt. Fragen Sie doch nach der Meinung und Kommentaren von Usern zu den jeweiligen Themen.

4. Posts mit negativen Kommentaren löschen (?)

Die absolute Todsünde! Durch die Interaktion kann es oftmals auch zu Kritik und negative Äußerungen der User kommen. Sofern es sich bei diesen Kommentaren weitgehend um sachliche Kritik als um persönliche oder ungerechtfertigte Angriffe handelt, sollten sie diese keinesfalls löschen. Immerhin ist auf Social Media Toleranz, Ehrlichkeit und Transparenz angesagt, an die sich beiden Seiten halten sollten. Sollten Sie einem sog. „Shitstorm“ entgegensehen, vermeiden Sie emotionale Antworten. Berufen Sie sich auf Fakten und versuchen Sie, die Konversation bereits im Keim zu ersticken, indem Sie dem Kritiker vorschlagen, ihn in Form einer privaten Kommunikation Rede und Antwort zu stehen.

5. Pflege der Social Media Profile

Die Kontinuität auf Social Media Profilen ist wichtig. Es bringt nichts, zu Monatsbeginn 3 oder 4 Postings zu platzieren um danach wochenlange Funkstille walten zu lassen. Die Taktung der Postings muss stimmen, z.B. mithilfe eines Redaktionsplans, der bei Konzeption, Publikation und Promotion unterstützt.

6. Anzahl der Wörter in den Postings

Lange Artikel machen nur auf Blogs wirklich Sinn, die dann durch Aufmerksamkeit in den sozialen Netzwerken Besuchern zugeführt werden. Ansonsten sollten aber keinesfalls ellenlange Artikel verfasst werden, sondern kurze, knackige Infos die auf den Punkt kommen. Manche Portale lassen auch nur eine gewisse Anzahl von Wörtern zu, bringen Sie Ihre Informationen auf den Punkt.

7. Qualität vor Quantität

Im privat-beruflichen Bereich (z. B. auf LinkedIn oder XING) mag zwar „je mehr Kontakte desto besser“ gelten, Unternehmen sollten aber die Qualität von Kontakten als Maßstab begreifen. Steht lediglich die Anzahl der Follower im Vordergrund, verliert man schnell die Zielgruppenspezifikation aus den Augen und potenzielle Kunden werden nicht mehr angesprochen. Vermeiden Sie immer, sich Likes oder Follower zu kaufen! Es kann zwar dauern, sich eine große Basis an Interessenten in den Netzwerken aufzubauen, jedoch können Sie sich sicher sein, das „echte Menschen“ Ihre Follower darstellen und diese Ihre Inhalte auch interessieren. Sollten Ihre der Anzahl der Follower stagnieren, ziehen Sie doch mal bezahlte Werbung in den Portalen in Betracht.

8. Zielgruppe ist entscheidend

Auch im Social Media Bereich werden die entsprechenden Kanäle von teilweise unterschiedlich agierenden Nutzern besucht. Es macht also wenig Sinn, auf allen Kanälen die gleiche Strategie zu fahren. Daher sollten Unternehmen für jeden einzelnen Social Media Kanal individuelle bzw. einzigartige Inhalte bereit stellen. Identifizieren Sie Ihre Zielgruppe und passen Sie die Inhalte auf dem jeweiligen Kanal an:

  • Soziale Netzwerke ohne spezifische Themenvorlieben – posten Sie dort auch Ihre Blogartikel: Facebook, Google+, Tumblr
  • Microblog ohne Themenvorlieben aber auch mit Nachrichtencharakter: Twitter
  • Karriereorientierte bzw. Business-Netzwerke: LinkedIn, XING
  • Netzwerke mit visuellem, bildlastigen Fokus: Pinterest, Instagram, Flickr
  • Videoportale: Youtube, Vimeo
  • Informationsportale, auf denen Sie Dokumente und Präsentationen hochladen können: Slideshare, Issuu
  • Blog- und Medien-Netzwerke: Tumblr, Medium, Torial

9. Kein Monitoring

Mit E-Mail-Marketing oder auch mithilfe von Newslettern ist es einfacher denn je, den Erfolg von Aktionen und Postings nachzuvollziehen. Im Bereich gibt es meist in den Portalen eigene Social Media Monitoring Tools, die die eigenen Social Media Aktivitäten und die der Konkurrenz überwachen. Für einen professionellen digitalen Auftritt werden solche Tools unverzichtbar! Zum Monitoring Ihrer Website können Sie kostenlos Google Analytics nutzen.

10. Der soziale Gedanke fehlt

Soziale Medien, oder: „nomen est omen“. Ein Unternehmen muss immer darauf bedacht sein, die unternehmenseigene Ziele mit einem hohen Anteil an sozialer Kompetenz in den sozialen Netzwerken zu präsentieren. Die so bezeichneten Soft Skills stehen gerade im Social Media Bereich verstärkt im Fokus. Persönliche Inhalte und Menschlichkeit zu zeigen, verstärkt Ihre Glaubwürdigkeit und erhöht die Interaktion mit Ihren Nutzern.

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Bewerber profitieren von Active Sourcing

 

Die Originalartikel erschienen am 24.5.2018 und 1.6.2018 und wurden zu diesem Posting  zusammengefasst und überarbeitet.

 

 

Studie: Mehr als ein Drittel der Mitarbeiter sind unzufrieden

Sie sind in der glücklichen Position, bereits die besten Mitarbeiter für Unternehmen gewonnen zu haben? Herzliche Gratulation! Aber wer die besten Mitarbeiter schon hat, muss umso mehr darauf achten, diese zu motivieren und sie dauerhaft an das Unternehmen zu binden.  Die Studie „360°  Steelcase Report“ fand heraus, dass nur 13% der Mitarbeiter hoch engagiert und motiviert arbeiten.

 

Es gibt unzählige Möglichkeiten der Mitarbeitermotivation, grundsätzlich aber kann man zwischen zwei Arten unterscheiden:

Studie Mitarbeiterzufriedenheit Mitarbeiterbindung

Steelcase 360° Studie: Nur 13% der Mirarbeiter sind hoch zufrieden und engagiert.

Extrinsische Motivation:

Dabei handelt es sich um Motivation, die von außen kommt, also durch äußere Einflüsse gesteigert werden kann. Bei dieser Art steht der Wunsch im Vordergrund, bestimmte Leistungen zu erbringen um sich dadurch einen Vorteil zu verschaffen. Meistens sind damit finanzielle Anreize oder materielle Güter gemeint, wie z.B. eine Gehaltserhöhung, ein Firmenhandy, eine Bonuszahlung oder bestimmte Vergünstigungen gemeint.

Intrinsische Motivation:

Das Gegenstück zur extrinsischen Motivation ist die Motivation von innen her, die sogenannte intrinsische. Der Begriff bezeichnet das Bestreben, etwas um seiner selbst willen tun, weil es Spaß macht, Interessen befriedigt oder eine Herausforderung darstellt. Zum Beispiel ein/e Controller/in, der/die Statistiken besonders anschaulich auswertet oder der Lehrling, der sich extra anstrengt da er/sie sich besonders gut mit dem Unternehmensleitbild identifizieren kann.

Motivation als komplexe Aufgabe

Doch wozu nützt Ihnen als Unternehmer diese Unterscheidung? Die extrinsische Motivation hält oft nicht lange an und liefert nur kurzfristige Anreize zur Steigerung der Leistung und vor allem der Zufriedenheit der Mitarbeiter. Die intrinsische Motivation hingegen lässt sich von der Person selbst beeinflussen und ist oft längerfristiger und beständiger als extrinsische Motivation. Die Erfüllung von inneren Grundwerten ist eine permanente Aufgabe, und das Gewicht der Grundwerte verändert sich, wenn überhaupt, nur langfristig. Das bedeutet: mit finanziellen Anreizen schaffen Sie kurzfristige Motivationssprünge. Wollen Sie Ihre Mitarbeiter lange an das Unternehmen binden, achten Sie auf eine gesunde Unternehmenskultur und legen Sie darauf Wert, die intrinsische Motivation Ihrer Mitarbeiter zu fördern.

Der Origialartikel erschien am 14.3.2017 und wurde neu überarbeitet.

Wie du den Wochenalltag lebst und nicht nur überlebst

Aus der Sicht eines Bewerbers – ein Gastbeitrag unseres tollen Praktikanten Niklas!

 

Endlich Feierabend. Wieder ein Tag hinübergebogen. Gestresst, müde und hungrig.

Verlässt Du nach der gefühlt hundertsten Überstunde das Büro, lange nachdem die Sonne schon untergegangen ist und sollst jetzt noch die Energie für Sport und danach Nerven für gesunde Ernährung haben?

‚Sicher Nicht!‘ denken sich an dieser Stelle viele Menschen, die eigentlich einen gesunden Lebensstil bevorzugen würden, diesen dann aber aufgrund der Strapazen ihres Alltags immer wieder auf „morgen“ verschieben.

Doch wann ist morgen? Hast Du es satt darauf zu warten, endlich leben zu dürfen?

Dann haben wir hier drei einfache Tipps für deinen Arbeitsalltag, die aus deinem ‚morgen‚ ein ‚jetzt‚ machen.

 

Nummer 1: Genügend Schlaf.

Jeder weiß Bescheid, niemand nimmt es ernst. Jeden Abend die gleiche Frage „…eine Folge meiner Serie noch, ein paar wenige Stunden Schlaf reichen doch, oder?“

Schön wär’s. Der Unterschied zwischen ausschlafen und zu kurz schlafen ist größer als man denkt. Wer ausschläft, muss sich morgens nicht vom nervigen Wecker quälen lassen oder beim Verlassen des Betts tausend Qualen leiden. Sowohl Körper als auch Geist sind ausgeruht und bereit für den Tag.

Ich brauche meistens schon 2 Stunden um einzuschlafen, vor Mitternacht werde ich nicht müde“ – Wenn das auch Deine Ausrede ist, wäre es einmal einen Versuch wert ohne Handy oder Fernseher als Gutenachtgeschichte und stattdessen mit einem echten Buch ins Bett zu gehen. Lesen entspannt und reizt im Gegensatz zu digitalen Medien nicht unnötig. Zusätzlich ist von Koffein und zuckerhaltigen Lebensmitteln vor dem Schlaf abzuraten.

 

Zum zweiten: Gesunde Ernährung.

Stopp! Bei „gesunder Ernährung“ scrollen wir sehr schnell weiter oder verschließen die Ohren, allerdings stellt sie einen der wichtigsten Stützpfeiler für Zufriedenheit dar.

Sahneschnitten, Steaks und andere Völlereien sind zwar verführerisch lecker und definitiv ab und an eine Sünde wert, jedoch sollten sie nicht zum täglich Brot gehören und aus ‚ab und an‘ sollte nicht ‚ab jetzt immer‘ werden.

Vielleicht sollten wir unseren Leitsatz hier umdrehen und das Süße von heute auf „morgen“ schieben.

Auf die Ernährung achten ist nämlich nicht nur super für die Figur, sondern schlägt auch auf das Gemüt. Wer sich vernünftig ernährt ist glücklicher. Zudem schmecken kleine schokoladige Sünden in Maßen besser als in Massen. Die Dosis macht das Gift.

Idealerweise achtet man darauf, was der Körper braucht und wirft einen kurzen Blick auf die Inhalte seines Essens, Vollkornbrot, Salate und ausreichend Obst geben einem die Energie für jeden noch so zehrenden Tag. Auch Wasser sollte ausreichend im täglichen Leben vorkommen.

Tipp fürs Büro: Stylische Glasflaschen bekommt man schon für kleines Geld. Setzt euch dann das Ziel, diese 2-4x täglich wieder aufzufüllen.

 

Und Nummer 3: Bewegung.

Sport ist ja wirklich eine schwierige Sache: einmal ist das Wetter zu schlecht, dann tut einem etwas weh, dann geht auch schon die Sonne unter und man plant für „morgen“ weiter.

Doch Bewegung muss nicht gleich einen Dauerlauf durch die Innenstadt oder das In-Schutt-und-Asche-Legen des örtlichen Fitnesstempels bedeuten; bereits eine Stunde normales Gehen verbrennt je nach Strecke und Tempo zwischen 180 und 270 Kalorien. Gehen schüttet zudem Glückshormone aus und wirkt wie ein leichtes Antidepressivum. Ebenso kann sich bei intensivem Nachdenken eine leicht meditative Wirkung einstellen, viele Gute Ideen wurden bei einem Spaziergang in der Natur geboren.

Auch die üblichen Wehwehchen wie Kreuz- oder Gelenkschmerzen kann man mit der richtigen Bewegung behandeln und durch richtiges Dehnen vor dem Sport vermeiden.

Im Büro bieten sich kleine Übungen an um auch während des Arbeitsalltages nicht einzurosten. Eine ausführliche Infografik zu Fitness am Arbeitsplatz findet ihr in einem unserer früheren Blogbeiträge „Fit am Schreibtisch“

Fit am Schreibtisch: mit diesen Übungen bleiben Sie entspannt!

 

Fazit

Diese drei Tipps sind nicht nur simpel zu merken, sondern auch leicht in den stressigen Berufsalltag einzubauen. Lass uns doch auf LinkedIn oder Facebook an Deinen Erfolgen teilhaben!

Ich wünsche euch allen viel Spaß mit der neuen Motivation und Energie. Ich hoffe, Ihr macht was draus! 

 

Wenn Du Informationen zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen benötigst, findet Du diese hier, oder nutze unseren Service von Jobweiser!

Du kannst Dir alle Tipps zum Thema Jobsuche in einem Videotraining auf video2brain oder LinkedIn Learning ansehen!

Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch bekommst Du hier oder hier!

Das bedingungslose Grundeinkommen

Kaum ein Thema ist so umstritten wie jenes um das bedingungslose Grundeinkommen. Schon öfters wurde es über einen begrenzten Zeitraum – durchaus erfolgreich – getestet, dennoch wirft dieses System große Fragen auf.

Die wichtigste Frage in dem Zusammenhang ist mit Sicherheit, was die Menschen tun würden, wenn sie monatlich ein fixes Einkommen hätten, egal ob sie arbeiten oder nicht. Gegner des bedingungslosen Grundeinkommens befürchten, dass die Menschheit faul wird. Das ist aber nicht der Fall, was bereits in mehreren Studien bewiesen wurde. In einer aktuellen Studie etwa beobachten US-Ökonomen  wie sich eine allgemeine Geldleistung auf den Arbeitsmarkt in Alaska auswirkt. Seit 1982 zahlt der erdölreiche US-Bundesstaat eine jährliche Dividende von circa 2.000 Dollar an jeden Einwohner aus, und zwar ohne Bedingungen. Seit der Auszahlung hat sich der Anteil der arbeitenden Bevölkerung in Alaska insgesamt jedoch nicht verändert, fanden die Ökonomen heraus. In einigen Sektoren habe es mehr Menschen, die Teilzeit arbeiten. Die Beschäftigungseffekte in anderen Sektoren blieben gleich. Ähnliche Ergebnisse zeigen auch andere Langzeitstudien.

Aufgrund der vorschreitenden Automatisierung werden künftig viele Arbeitsplätze wegfallen, da diese durch Maschinen ersetzt werden können. Da stellt sich ohnehin die Frage, wie eine Gesellschaft und vor allem der „Otto-Normal-Verbraucher“ langfristig überhaupt ohne ein Grundeinkommen überleben kann. Genau gesagt haben 50% der derzeitigen Arbeitsabläufe das Potenzial, bis 2030 durch Maschinen ersetzt zu werden. In einer neuen Studie von McKinsey wurde ermittelt, dass im Durchschnitt 15% aller Jobs global wegfallen könnten. Dem steht dagegen, dass sich bis 2030 zwischen 75 Millionen bis 375 Millionen Menschen (3-14% der globalen Arbeitskraft) eine neue Qualifikation aneignen müssen. Gäbe es ein bedingungsloses Grundeinkommen, könnten die Menschen ihre Zeit vielmehr in Bildung investieren, um sich genau jene Qualifikationen anzueignen, die für die künftige Arbeitswelt immer mehr benötigt werden. Die Menschen wären kreativer und hätten auch mehr Zeit, sich sozial zu engagieren. Zeit könnte generell viel sinnvoller genutzt werden.

Doch wie würde so ein System in der Realität aussehen? Die uns jetzt bekannten Sozialleistungen, wie Arbeitslosengeld, Familienbeihilfe, Mindestsicherung und Pension gibt es dann nicht mehr. All diese Leistungen werden durch das Grundeinkommen ersetzt. Tatsache ist also, dass das bedingungslose Grundeinkommen nicht von heute auf morgen eingeführt werden kann. Der erste Schritt in Richtung bedingungsloses Grundeinkommen ist vielleicht schon gesetzt wenn wir uns die Frage stellen „Was würde ich tun, wenn ich nicht mehr arbeiten müsste?“

Wenn Sie sich für das Thema interessieren, empfehlen wir folgendes Buch:
Utopien für Realisten: Die Zeit ist reif für die 15-Stunden-Woche, offene Grenzen und das bedingungslose Grundeinkommen.

Einen Artikel zum Thema „Zukunft der Arbeit“ können Sie hier nachlesen. Übrigens, vernetzen Sie sich doch mit uns auf LinkedIn!

 

7 Sünden im Vorstellungsgespräch

Aus der Sicht eines Bewerbers – ein Gastbeitrag unseres tollen Praktikanten Niklas!

 

Endlich meldet sich die Firma des Begehrens und der Traumjob winkt einem zu. Das kann einen schon auf ganz neue Hochs befördern, wenn nach unzähligen Bewerbungen endlich eine Früchte trägt.

Doch sicher ist man noch lange nicht, denn die endgültige Entscheidung wird erst nach dem Audit gefällt. Um nicht in eine der unzähligen Fallen zu tappen, haben wir hier sieben Sünden aufgelistet, auf die ihr jedenfalls achten müsst.

 

„Meine Schwäche ist, dass ich eigentlich perfekt bin‘

Wer kennt sie nicht, die lästige Frage nach den eigentlichen Schwächen und die unendlichen Konsequenzen einer falschen Antwort. Die klassischen Sünden sind Statements wie ‚ich bin zu genau‘ oder ‚ich bin zu motiviert‘. Etwas Positives als negative Eigenschaft zu verkaufen ist ein uralter Trick, der Bewerbern seit Jahrzehnten nicht mehr abgenommen wird.

Tipp: Sucht Euch eine menschliche Schwäche heraus, an der Ihr bereits arbeitet. Etwas Dezentes aber doch Nachvollziehbares, beispielsweise die eigene Ungeduld. In dieser Harvard-Studie kam raus, dass das Zugeben von „echten Schwächen“ bei Bewerbungsgesprächen viel besser ankommt.

 

Immer Anzug und Krawatte

Die Regel kennt man: Bewerbung ist Bewerbung, da hat man sich passend zu kleiden und der erste Eindruck ist wichtig, doch man wird sich in einem jungen Modegeschäft einige besorgte Blicke einfangen, wenn man sich kleidet als würde man Mitglied der Men In Black sein.

Tipp: Seht euch die Firma im Vorhinein an, achtet auf die Kleidung der Mitarbeiter im Dienst und orientiert euch daran. Es soll Mühe dahinter sein, aber das Outfit muss der Situation angepasst werden. Seht Euch hierzu unseren Blogbeitrag Nicht nur Fähigkeiten zählen: Richtiges Verhalten beim Jobinterview an!

 

Pünktlichkeit ist ein Zeichen von Respekt!

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Man kann noch so rechtzeitig von zuhause weggehen und den kürzesten Bus nehmen, den Verkehr kann niemand kontrollieren und welcher Chef möchte schon einen Mitarbeiter, der nicht einmal zum Aufnahmegespräch rechtzeitig erscheinen kann?

Überpünktlichkeit ist jedoch auch keine Tugend, so wird sich euer zukünftiger Chef kaum freuen, wenn ihr statt um 10:30, bereits um 9:00 in seinem Büro antanzt.

Tipp: Nehmt einen oder zwei Busse vorher und wartet gediegen in der Nähe der Firma.

 

Der Firmeneingang führt nicht direkt ins Büro vom Chef

Um beim Zeitmanagement zu bleiben ist zu sagen, dass euer zukünftiger Chef bei einem Gespräch um 9:00 Uhr erwartet, dass ihr um 9:00 in seinem Büro seid.

Gerade große Firmen sind so aufgebaut, dass es teilweise recht verwirrend sein kann, beziehungsweise man am Lift oder an der Rezeption etwas Zeit braucht. Zudem kann der Weg über größere Firmengelände oft Extrazeit in Anspruch nehmen.

Tipp: Seid, je nach Größe der Firma, zirka 15 Minuten vor dem Gesprächsbeginn am Firmengelände um sich locker zurecht zu finden.

 

„Also, Zigaretten sollte ich mir schon leisten können“

Gehaltsfragen sind wichtig. Natürlich tut jeder so, als würde er sich wegen der tollen Stelle bewerben und natürlich ist es wichtig einer Tätigkeit nach zu gehen die einem Spaß macht, doch aus Jux und Tollerei gehen die wenigsten von uns Arbeiten.

In der Regel weiß das auch der Chef und stellt die Frage nach den Gehaltsvorstellungen.

Tipp: Sich vorher ein Gehalt überlegen, das im Bereich des Möglichen liegt. In der Regel steht die Verhandlungsbasis des Gehalts in der Stellenbeschreibung. Es ist okay diese mit seiner Vorstellung zu überschreiten, solange man dies im Gespräch auch selbstbewusst begründen kann.

Wem die Gehaltsfrage immer noch Bauchweh bereitet, der sollte sich diesen Blogbeitrag oder folgende Präsentation für weitere hilfreiche Tipps zu Gemüte führen. 

„Wer reitet so spät durch Nacht und Wind…“

Ein Bewerbungsgespräch ist keine Dichterlesung. Der zukünftige Chef will sich ein Bild über einen machen und keine Biographie anhören, immerhin soll man in der Firma arbeiten und nicht als Muse die anderen mit seinen Lebensgeschichten inspirieren. Kurz fassen ist beim Vorstellungstermin angesagt.

Tipp: Sich im Vorhinein über die wichtigsten Punkte seines Lebenslaufs Gedanken machen um dem Chef kurz und bündig einen kleinen Überblick über die eigene Person zu gewähren. Für seine Fähigkeiten gibt man am besten konkrete Beispiele aus dem Leben, die nicht schon im Lebenslauf stehen.

 

Active Sourcing ist kein Ruhekissen

Auch wenn Active Sourcing immer gängiger wird, so kann man sich nicht darauf verlassen, überhaupt gefunden zu werden. Sollte man zu den Glücklichen gehören, die tatsächlich von einer Firma für ihre Stelle angeworben werden, darf man sich auf keinen Fall auf die Social Media Präsenz alleine verlassen, da man auch bei einem guten Bewerbungsschreiben das Gespräch nicht als gewonnene Schlacht sehen darf.

Tipp: Regelmäßige Updates auf der eigenen Seite. Hinter den angeführten Eigenschaften sollte auch wirklich die Wahrheit stehen, also nicht flunkern! Weniger ist oft mehr und mit einem plötzlichen Zusatzskill aufwarten zu können gefällt jedem Chef.

 

Und, schon eingestellt?

Ich hoffe euch konnten diese sieben Job-Sünden vor einem Leben im Fegefeuer der Jobsucher bewahren, oder habt ihr vielleicht ein Bewerbungsgebot für uns?

Schreibt uns doch auf LinkedIn oder Facebook und helft auch anderen auf dem Weg ins Licht – also natürlich bei der Beleuchtung des Arbeitsplatzes 🙂

 

Wenn du Informationen zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen benötigst, findet du diese hier, oder nutze unseren Service von Jobweiser!

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Arbeitslos ist nicht gleich Arbeitslos (Teil 2)

 

Ein paar Fakten und Zahlen zum Thema Arbeitslosigkeit in der EU und speziell Österreich haben wir für euch in diesem Artikel zusammen gefasst.

Was genau mit Arbeitslosigkeit überhaupt gemeint ist, konnten wir im ersten Teil dieser Serie hoffentlich für euch aufklären. Im EU-Vergleich liegt Österreich mit der Arbeitslosenquote unter dem Durchschnitt. Das bedeutet, Österreich zählt zu den Ländern mit der niedrigsten Arbeitslosenquote, verglichen mit anderen EU-Staaten. Die niedrigsten Arbeitslosenquote (gemessen im Februar 2018) konnte Tschechien verzeichnen (2.4%), gefolgt von Deutschland und Malta (beide 3.5%). Die meisten Arbeitslosen EU-weit gibt es in Griechenland (rund 21%) und Spanien (16%).

Jugendarbeitslosigkeit

Ein großes Problem in vielen Ländern ist nach wie vor die Jugendarbeitslosigkeit. Im Februar 2018 waren 3.589 Millionen junge Menschen unter 25 Jahren innerhalb der europäischen Union arbeitslos. Am höchsten ist die Jugendarbeitslosigkeit wieder in jenen EU-Staaten, die am schwersten von der Wirtschaftskrise betroffen waren und sind – vor allem Griechenland und Spanien. Einer Eurostat-Erhebung zufolge sind die Hälfte aller arbeitslosen 20-34 Jährigen EU-Bürger bereit, für einen Job in ein anderes Land innerhalb der EU zu ziehen. Rund 21% sind generell bereit für einen Job umzuziehen, allerdings nur im eigenen Land. 12% ziehen in Betracht das Heimatland für einen Arbeitsplatz zu verlassen (innerhalb der EU) und 17% können sich sogar vorstellen, außerhalb der europäischen Union einen Job anzunehmen. Der Wille, für die Arbeit in ein anderes Land zu ziehen hängt sehr stark mit dem Ausbildungsniveau der jungen Menschen zusammen. Junge Menschen mit einem höheren Ausbildungsniveau sind tendenziell eher dazu geneigt das Land zu verlassen als junge Menschen mit mittlerem bzw. niedrigerem Ausbildungsniveau.

Verdienst

Wer nicht nur in einem anderen EU-Land arbeiten, sondern dabei auch gut verdienen möchte, dem ist Dänemark besonders zu empfehlen. Dort ist der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst im EU-Vergleich am höchsten, gefolgt von Luxemburg, Irland und Schweden. Schlusslicht – also dort wo man am wenigsten verdient – bildet Bulgarien, hinter Rumänien, Litatuen und Ungarn. Österreich liegt im oberen Mittelfeld, knapp über dem EU-Gesamtdurchschnitt.

 

Du bist selbst betroffen von Arbeitslosigkeit und willst das so schnell wie möglich ändern? Wenn du Informationen zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen benötigst, findet du diese hier, oder nutze unseren Service von Jobweiser!

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Arbeitslos ist nicht gleich Arbeitslos (Teil 1)

Wenn man auf Google nach der Definition von Arbeitslosigkeit fragt, bekommt man folgendes Ergebnis vorgeschlagen: „der Zustand, dass jmd. keinen Arbeitsplatz hat.“. Warum aber so einfach, wenn es auch viel komplizierter geht? Denn tatsächlich gibt es unterschiedliche Definitionen von Arbeitslosigkeit. Dieser Artikel gibt euch einen Überblick darüber.

Österreich

Nach der nationalen Definition gelten all jene Personen als arbeitslos, die beim Arbeitsmarktservice (AMS) am Ende des Monats als arbeitslos vorgemerkt sind (=Registerarbeitslosigkeit). Schulungsteilnehmer gelten nicht als arbeitslos. Die in Österreich im EU-Vergleich recht hohe Anzahl an AMS-Schulungsteilnehmern fließt deshalb nicht in die Berechnung der Arbeitslosenquote ein, da diese Personen für den Arbeitsmarkt nicht sofort verfügbar sind.

Eurostat

Im Gegensatz zu den Daten des AMS Österreich beruht die vom Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) erhobene Arbeitslosenquote auf Umfragedaten der Arbeitskräfteerhebung (AKE). Hier gelten jene Personen als arbeitslos, die während einer bestimmten, abgefragten Woche nicht erwerbstätig waren, aktiv einen Arbeitsplatz suchen und innerhalb von zwei Wochen für eine neue Erwerbstätigkeit verfügbar wären. Mit dieser Definition gelten also selbst jene Personen als erwerbstätig, die nur eine einzige Stunde in der Woche gearbeitet haben.

PRO-TIPP: Aufpassen wenn ihr Statistiken zur Arbeitslosenquote seht. Hinterfragt immer die Definitionen und Art der Erhebung!

 

Die Arbeitslosenquote des Eurostat ist der Anteil der arbeitslosen Personen an ALLEN Erwerbspersonen. Darunter fallen auch Selbstständige und geringfügig Beschäftigte. Bei der Berechnung des AMS werden diese Personen nicht in die Berechnung miteinbezogen. Dadurch ist die von Eurostat berechnete Arbeitslosenquote immer niedriger als die Registerarbeitslosenquote des AMS Österreich:

(Quelle: Arbeitslosenquote in Österreich von März 2017 bis März 2018)

 

Die gute Nachricht: wie auch schon anhand der Grafik erkennbar ist im vergangenen Monat die Arbeitslosigkeit in Österreich deutlich gesunken. Nach nationaler Definition lag sie bei ca. 8%, nach internationaler Definition bei 5,4%. Weitere Hintergründe und interessante Fakten zum Thema Arbeitslosigkeit gibt es in unserem nächsten Artikel.

 

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Was soll das denn heißen? Formulierungen in Stellenanzeigen

Im Dschungel der Stellenanzeigen kann man sich schon mal schnell verirren, besonders bei Phrasen à la „attraktiver Arbeitsplatz“, „fundierte Fachkenntnisse“ oder „erste relevante Berufserfahrung“. Was genau ist mit solchen und ähnlichen Informationen denn nun gemeint? Die ZEIT online hat mit einigen Personalern gesprochen, die erklären, was hinter ihren Stellenanzeigen steckt.

Auch wir haben ein paar Schmuckstücke gefunden, die Ihr vielleicht schon mal gelesen habt und die sowohl zum Stirnrunzeln als auch zum Schmunzeln verleiten:

  • „Bringen Sie den unbedingten Willen zum Erfolg mit“
  • „Wir erwarten außergewöhnlich hohe Einsatzbereitschaft“
  • „Eingliederung in ein junges, dynamisches Team mit vielseitigem Aufgabenspektrum“
  • „Leistungsgerechte Vergütung und übliche Sozialleistungen“
  • „Selbstständiges Arbeiten und viel Entscheidungsstärke“
  • „Hands-on-Mentalität“
  • „Unternehmerische Denk- und Handlungsweise“

Wenn ihr erstmal den Stellenanzeigen-Dschungel gemeistert habt, ist der erste Schritt in Richtung (neuer) Job schon geschafft! Wenn ihr danach Informationen zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen benötigt, findet ihr diese hier, oder nutzt unseren Service von Jobweiser!

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Hier kommt Ihr zum Interview: Was soll das heißen? Personalmanager erklären, was hinter ihren Stellenanzeigen steht. 

Nicht nur Fähigkeiten zählen: Richtiges Verhalten beim Jobinterview

Aus der Sicht einer Bewerberin – ein weiterer Gastbeitrag unserer tollen Praktikantin Kristina

Es ist ratsam, in einem langersehnten Vorstellungsgespräch zu seinem Traumjob nicht nur bewusst seine besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten herauszuheben, sondern auch bestimmten Benimm-Regeln zu folgen. Neben den klassischen Knigge-Regeln zu Business Etikette gibt es einfache Dinge, die jeder Bewerber beachten sollte.

Kleider machen Leute

Bevor Ihr überhaupt mit dem Personalchef ins Gespräch kommt, hat sich dieser bereits einen ersten Eindruck verschafft.

Dieser Eindruck entsteht durch Eure Mimik, Gestik und Körpersprache. Doch das sind nicht die einzigen Faktoren, auch Euer Aussehen im Sinne von Kleidung, Frisur oder gepflegte Hände ist entscheidend,

Denkt daran, dass Ihr Euch von Eurer besten Seite zeigen wollt; deshalb heißt es: besser overdressed als underdressed.

Die Wahl der Kleidung ist auch abhängig von der Branche, in welcher Ihr arbeiten wollt.

Meist reichen für die Herren ein einfarbiges Hemd oder Polo-Shirt, eine Jeans (jedoch ohne Risse, Löcher und mit langen Beinen) und schlichte Schuhe. Dasselbe gilt auch für Frauen: Schlichte Jeans, Rock oder Kleid mit einer einfachen Bluse sind oft passend. Die Schuhe sollten keinen Absatz über 3 cm aufweisen geschlossen sein. Vermeide zudem zu viel Make-Up und zu viel Schmuck.

Tipp: Die Kleidung solltet Ihr auf alle Fälle schon öfters getragen haben, um nicht die böse Überraschung zu erleben, dass die Bluse oder die Hose auf einmal zwickt.

Solltet Ihr bei Eurem Bewerbungsgespräch erfolgreich sein und Euren ersten Tag in der neuen Firma beschreiten, ist es wichtig, dass Ihr Euch gleich formell anzieht wie bei Eurem Bewerbungsgespräch.

Jetzt geht es ans Eingemachte: Das Aufeinandertreffen

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, was man alles falsch machen kann, wenn es um die Kommunikation in einem Bewerbungsgespräch geht!

Dabei ist sowohl die direkte als auch die indirekte Kommunikation wichtig.

Stellt Euch folgende Situation vor:

Ihr habt ein Bewerbungsgespräch und kommt eine halbe Stunde zu früh. Ihr denkt Euch „Na, bevor ich warte ist sicher besser, wenn ich gleich reingehe und es hinter mich bringe.“

So, Ihr schreitet also zielstrebig auf die Tür zu, klopft an und zieht sie auf. Im Büro sitzt der Personalchef, vertieft in ein Dokument auf seinem Computer. Ihr räuspert Euch, weil er Euch anscheinend nicht bemerkt hat, und sagt höflich: „Entschuldigen Sie, ich hätte um 9 ein Gespräch bei Ihnen…“

Der Zuständige blickt auf und es dauert einen Moment, bis er versteht, was hier passiert. „Natürlich“, antwortet er. „Kommen Sie bitte herein.“

Ihr folgt seiner Anweisung, kommt herein, setzt Euch auf den freien Stuhl vor seinem Tisch und legt Eure Jacke über die Stuhllehne.

Als er aufsteht und Euch fragt, ob Ihr was zu trinken möchtet und ob Ihr gut zur Firma gefunden habt, antwortet Ihr mit einem Lächeln: „Nein danke und ja, es war echt schlimm hierher zu finden – der Parkplatz ist schon sehr versteckt…“

 

Na, lief doch ganz gut, oder? Ihr wart höflich, Ihr habt brav gelächelt und man hat nichts von Eurer Nervosität mitbekommen.

Und trotzdem gibt es viele Fehler, die Ihr allein schon in den ersten 5 Minuten des Vorstellungsgespräches gemacht habt.

Es fängt bei der Zeit an, in der Ihr ankommt: kommt niemals früher als 10 Minuten vor dem Termin, optimal sind 5 Minuten. Wenn Ihr zu früh da seid, heißt es also warten.

Klopft ruhig an die Bürotür, wartet aber, bis eine Antwort kommt. Es ist selten, dass der Personalchef Euch nur hereinbittet. Viel öfter kommt es vor, dass er zur Tür geht und sie Euch aufhält – schließlich erwartet er Euch schon.

Mit aufrechter Haltung und einem ehrlichen Lächeln (Selbstbewusstsein ist gefragt!) solltet Ihr ihm dann die Hand geben, wenn er sie Euch zum Gruß hinhält – nie umgekehrt. Dabei solltet Ihr Euch nicht anfühlen wie ein Fisch, der gerade aus der See aufs Land geworfen wurde: er sollte fest, aber nicht zu fest sein, und nicht zu lang anhalten. Haltet Augenkontakt.

Als nächstes wird er Euch wahrscheinlich ein Getränk, sowie einen Ablageort für Eure Jacke anbieten. Niemals solltet Ihr ein Getränk verneinen. Wenn Ihr kein Kaffeetrinker seid oder keinen Durst habt, solltet Ihr trotz allem ein Glas Wasser annehmen – Ihr müsst auch nicht alles austrinken; ein oder zwei Mal nippen ist vollkommen okay. Ich muss hoffentlich nicht extra erwähnen, dass Alkohol ein No-Go ist.

Wenn Euch der Personalchef einen Stuhl anbietet, wartet trotzdem ab, bis er sich ebenfalls hingesetzt hat.

Und auch wenn keinen Parkplatz gibt und man das Unternehmen nicht einmal Mithilfe von Google Maps findet: wenn er mit Euch Smalltalk betreibt und fragt, ob Ihr gut hingefunden habt, sagt Ihr mit einem Lächeln, dass es absolut kein Problem war, das Unternehmen zu finden.

Lügen haben kurze Beine

Klar, wer tut es nicht: wenn man eine Position unbedingt haben möchte, wird der Lebenslauf schnell mal optimiert.

Dabei wird das Praktikum auf einmal zur ersten Arbeitserfahrung oder aus den mäßigen Kenntnissen in Excel werden sehr gute Kenntnisse.

Es ist natürlich erlaubt, den Lebenslauf auf eine Stelle anzupassen und gewisse Tätigkeiten hervorzuheben, aber hütet Euch vor falschen Angaben im Lebenslauf und Eurem Bewerbungsgespräch.

Verwandelt beispielsweise nie die zwei Ferialjobs im Sommer zu einer durchgehenden zweijährigen Berufstätigkeit, wenn das nicht stimmt!

Personalchefs sind nicht umsonst Personalchefs. Sie haben eine sehr gute Menschenkenntnis und sind zuverlässig wie die Spürhunde der Polizei. Zudem können Unternehmen in Österreich einen Auszug der Sozialversicherung von Euch fordern, der genau auflistet, wann Ihr wo gearbeitet hast.

Wenn Ihr lügt, drückt Ihr Eurer Bewerbung praktisch einen Absagestempel auf.

Das Parkticket läuft ab

Auch wenn es sich absurd anhört, kommt es öfters vor als man sich vorstellen kann: das fiese Parkticket läuft ab und Ihr riskiert eine Strafe.

Bezahlt vorsorglich das Parkticket eine Stunde länger als geplant, bittet einen Freund, dass er Euch hinfährt oder fährt mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln.
Nichts ist schlimmer, wenn Ihr während des Gesprächs immer wieder nervös auf die Uhr seht oder gar abgelenkt seid und gar nichts mehr mitbekommt.

Wer dann auch noch aufsteht mit der Begründung, dass er schnell ein neues Parkticket kaufen müsste, kann gleich nach Hause fahren.

Es hört sich vielleicht nach vielen Regeln an, bei welchem man schnell den Überblick verlieren kann. Es ist allerdings alles ein Ding der Übung und mit diesen Regeln könnt Ihr Euch sicher sein, dass Ihr den richtigen Start bei Eurem Vorstellungsgespräch hinlegt.

Eure Chancen stehen dadurch besser als die derer, die sich danebenbenommen haben!

 

Hie gibt’s weitere Artikel von Kristina:

Bewerbungslust statt Bewerbungsfrust – Teil 1

Bewerbungslust statt Bewerbungsfrust – Teil 2

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Bewerbungslust statt Bewerbungsfrust – Teil 1

Die Jobsuche kann ein langwieriger und anstrengender Prozess sein: angefangen bei der Suche einer passenden Stelle, dem Brüten über dem Motivationsschreiben bis hin zu der scheinbar ewig-dauernden Zeit, in welcher man auf die langersehnte Antwort wartet.

In solchen Zeiten ist es ganz klar, dass man ab und zu häufiger schlecht gelaunt ist. Frustration, Angespanntheit, Nervosität oder gar Depressionen stehen da gerne an der Tagesordnung – und nicht nur Sie, sondern auch Ihre Familie und Freunde leiden.

Um die lange Suche nach der Traumstelle zu verkürzen, hat unsere Praktikantin Kristina einige Tipps für Sie vorbereitet.

Raus in die Natur

Wenn es wieder einmal schlecht läuft, alles schiefgeht und mir die Decke auf den Kopf zu fallen droht, muss ich einfach raus. Raus aus der Wohnung in die (urbane) Natur, um wieder klar im Kopf zu werden und neue Ideen und Motivation zu finden. Schließlich beinhaltet das Wort „belebend“ das Wort „Leben“: der Wind, das Zwitschern der Vögel, das geschäftige Tummeln der Menschen oder das Rauschen des Baches belebt und zwingt zum Entspannen – wenn man sich bewusst die Zeit dazu nimmt.

Dabei solltet Ihr auf Eurem Spaziergang eine große Portion Neugierde mit dabeihaben.

Vollkommen unvoreingenommen, als wärt Ihr große Entdecker in einer unbekannten Welt, kann man auf einmal die roten Beeren an dem Strauch sehen, an welchem man jeden Tag lustlos vorbeigeschlurft ist, oder bemerkt die wunderschönen Ornamente an Gebäuden, in welchen man eigentlich seinen täglichen Kaffee holt.

Pro-Tipp: Das Tierheim ist ein großer Tipp für all jene, welche nicht gegen Tiere allergisch sind. Hunde freuen sich über einen Spaziergang, während man selbst weiß, dass man dem Tier was Gutes tut und sich von der Freude des Vierbeiners anstecken lässt. 

Sie sind außerdem gute Zuhörer – man muss sich keinesfalls schämen, wenn man sich seinen Frust von der Seele redet.

Neues ausprobieren – Seid kreativ

„Was machst’n du so den ganzen Tag?“ – „Ja, so vorn Computer hocken oder Fernsehen schauen…“

Klar, sind zwar auch Hobbys, aber schon einmal über ein Neues nachgedacht?

Zeitvertreib wie Kochen, Töpfern, Malen oder Fotografieren fördern die Kreativität, was nicht nur gegen Langweile hilft, sondern sich auch im späteren Berufsleben positiv auswirken kann. So wird zum Beispiel die Fähigkeit des Problemlösens oder Ideenfindung gefördert.

Dank des World Wide Web ist es mittlerweile ein Leichtes, sich über Kochrezepte, Tipps zum Fotografieren oder Maltechniken zu informieren.

Auch grundlegende Dinge, die man für ein erstes Kennenlernen mit einem potenziellen Hobby braucht, sind meistens im Haushalt vorhanden – man kann meistens also sofort loslegen.

Also, worauf wartet Ihr noch? Auf die Pinsel, fertig, los – der Kreativität sind schließlich keine Grenzen gesetzt!

Pro-Tipp: Auf der Webseite „Pinterest“ findet man allerlei kreative Vorschläge; egal, ob zum Basteln, Kochen oder Ähnlichem.  

 

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Bewerber profitieren von Active Sourcing

Active Sourcing, auch Talent Sourcing oder Talent Mining, beschreibt die proaktive Suche nach passenden Kandidaten für eine offene Position. Das Aufgabengebiet eines Active Sourcers umfasst die Suche nach Personen, die sich mit relevanten Keywords im Internet präsentieren. Diese Personen werden dann aktiv auf eine Stellenausschreibung hingewiesen und zur Bewerbung eingeladen.

Wie werden potenzielle Kandidaten gefunden?

Mit Hilfe von Suchmaschinen und speziellen Suchstrings, oft unter Verwendung der Boole’schen Operatoren, werden Ergebnisse punktgenau dargestellt, Ergebnisse gefiltert und somit für den Suchenden genauer dargestellt.

Es gibt auch zu kostenfreie (z. B. hier) und kostenpflichtige Services, die diese Suche unterstützen.

Wo werden Kandidaten gefunden?

Wenn Personen Informationen online zur Verfügung stellen, können Plattformen wie LinkedIn, XING, Google+ etc. durchforstet werden. Je nachdem, wie die Datenschutzeinstellungen von den Usern in diesen Anwendungen getroffen wurden, werden Ergebnisse mehr oder weniger ausführlich angezeigt.

Was ist beim Active Sourcing erlaubt?

Aufgrund diverser Datenschutzbestimmungen ist es lediglich erlaubt, einer Person entsprechende Informationen zukommen zu lassen, die Jobbeschreibung vorzustellen und nach dem Interesse dieser Person zu fragen. Sollte sich diese Person in einem aufrechten Dienstverhältnis befinden und der Active Sourcer über Firmenkontaktdaten zu dem Gespräch gekommen ist, darf man nach einer Kontaktadresse oder Telefonnummer ausserhalb des Unternehmens fragen.

Zudem sollten solche persönliche Ansprachen auch persönlich bleiben. Es ist in Österreich per Gesetz verboten, Menschen ungefragt Direktwerbung zu senden oder mehr als 50 Personen zeitgleich zu kontaktieren (Telekommunikationsgesetz TKG § 107)

Was muss ich als Bewerber machen, dass Recruiter auf mich aufmerksam werden?

Pflegen Sie Ihre Social Media Profile auf PLattformen wie LinkedIn oder XING. Aktualisieren Sie die Daten und  benutzen Sie Keywords (Schlüsselbegriffe) in Ihren Profilen. Zudem können Sie (bei LinkedIn) einstellen, welche Daten öffentlich sichtbar sein sollen, welche Daten ausschließlich von LinkedIn-Mitgliedern oder auch nur von Ihrem Netzwerk gesehen werden dürfen.

Generell sollten Sie vor der Benutzung eines sozialen Netzwerks immer die Datenschutzbestimmungen durchlesen und einstellen, welche Daten Sie öffentlich sichtbar haben wollen und welche Daten nur Ihrem Netzwerk vorbehalten sein sollen.

 

Tipps für die LinkedIn Profil-Optimierung finden Sie hier.

 

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5 Tricks, die das LinkedIn Profil optimieren

Tipps zur erfolgreichen Gehaltsverhandlung

Ist das Vorstellungsgespräch bereits gut gelaufen, gilt es, nur noch die letzte Hürde zu meistern: die Gehaltsverhandlung. Bei guter Vorbereitung und mit den richtigen Argumenten können Sie Ihr Wunschgehalt durchsetzen.

Es ist ganz natürlich, wenn man vor einer Gehaltsverhandlung nervös ist, trägt das Gehalt doch zur allgemeinen Zufriedenheit mit dem neuen Job bei. So wie Sie sich auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten, sollten Sie sich auch auf die Gehaltsverhandlung einstimmen.

Die Hauptargumentation können Sie auf Ihre Stärken und den Mehrwert, den Sie dem Unternehmen bringen werden, aufbauen. Wichtig dabei ist Ihr Wissen über Ihre finanzielle Situation, sprich wie viel Sie zum überleben, zum „gut leben“ und idealer Weise benötigen. Sehen Sie sich diese Slideshare Präsentation an, um bei Ihrem nächsten Jobinterview zu punkten.

Und noch ein kleiner Tipp: Wenn Sie während des Vorstellungsgesprächs merken, dass der Job für Sie nicht in Frage kommt, gehen Sie bewusst in die Gehaltsverhandlung und üben Sie diese!

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Arbeitssituation verbessern – Tipps für die erste Arbeitswoche im neuen Jahr

Happy new year – auch mit Vorsätzen, Ihre Arbeitssituation zu verbessern?

Wer kennt sie nicht, die jährlich wiederkehrenden Neujahrsvorsätze? Wir starten mit großen Plänen, Zuversicht und vielen Zielen ins neue Jahr – ein Ziel vielleicht, die Arbeitssituation zu verbessern. Damit die guten Vorsätze jedoch nicht schon nach der ersten Arbeitswoche wieder vergessen sind, haben wir hier ein paar Tipps, um die erste Arbeitswoche so motiviert zu beenden wie sie angefangen hat:

 

  • Neujahr eignet sich gut, um über die berufliche Zukunft nachzudenken und die vergangene Zeit im Job zu reflektieren. Gibt es Verbesserungspotentiale? Wie wäre es mit einer Weiterbildung, Schulung oder sogar Gehaltserhöhung? Ein Gespräch mit der Führungskraft kann oft Wunder wirken. Fragen Sie nach dem Termin für Ihr jährliches Mitarbeitergespräch und bereiten Sie sich gut darauf vor.
  • Slow down – der erste Arbeitstag im neuen Jahr und die Motivation hängt gefühlsmäßig noch im Jahr 2017 fest? Gerade in der ersten Woche nach dem Jahreswechsel ist noch nicht so viel los, da kann man die Ruhe nutzen und vieles erledigen, was vielleicht vor Weihnachten liegen blieb. Nehmen Sie sich aber auch Zeit, mit Ihren Kollegen zu quatschen und die Erlebnisse der Urlaubstage davor auszutauschen. Es ist wichtig, die soziale Komponente in einem Job zu pflegen. Die Papierstapel auf dem Schreibtisch laufen sicher nicht davon, und diese können in aller Ruhe und dann auch effizienter abgearbeitet werden.
  • Draußen ist es kalt und die Winterdepression hält noch an? Ein fröhliches Bild mit Strandmotiv kann Abhilfe schaffen – damit steigt die Vorfreude auf den nächsten Sommerurlaub und Sonne bedeutet immer gute Laune! Erstellen Sie sich vielleicht eine Playlist mit fröhlichen Sommerliedern, die Sie an besonders grauen Tagen auch im Büro hören können.
  • Und wenn keine Veränderung hilft und der Job trotzdem nervt? Der Start ins neue Jahr ist oft der perfekte Zeitpunkt für einen beruflichen Neustart! Tipps & Tricks rund ums Thema Bewerbung gibt es laufend auf Jobweiser.at.

 

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Fit für den Berufseinstieg – was passiert nach dem Studium?

Vielen Studenten steht das letzte Semester auf der Uni bevor. So ist es an der Zeit, sich über „die Zeit danach“ Gedanken zu machen.Einige Bachelor-Absolventen werden sich vielleicht für ein anschließendes Master-Studium entscheiden, andere wiederum wagen den Start in die Arbeitswelt.

Die Erwartungen sind groß: erster Job, tolle Firma, neue Kollegen und endlich das eigene Gehalt. So toll diese Vorstellung natürlich ist darf man nicht vergessen, realistisch zu bleiben! Der Arbeitsmarkt ist heutzutage hart umkämpft und ein akademischer Abschluss garantiert längst nicht mehr einen schnellen Berufseinstieg und sicheren Job. Deshalb machen Sie sich früh genug Gedanken, wohin Sie wollen und was Sie sich von Ihrem ersten Job erwarten.

Unternehmen und Recruiter wissen das nämlich ganz genau: Praktika, vielleicht Auslandserfahrung, Flexibilität und Einsatz. Viele Unternehmen wollen zudem auf Nummer sicher gehen und vergeben im ersten Schritt nur befristete Arbeitsverträge oder Praktika mit der Aussicht auf eine fixe Anstellung.

Sehen Sie das als Chance!

Immerhin können Sie hier Ihre Qualifikationen unter Beweis stellen und sich behaupten. Außerdem ist es auch eine gute Gelegenheit auszutesten, ob das Unternehmen überhaupt zu Ihnen passt. Denn nicht immer deckt sich der vermeintliche Traumjob in der eigenen Vorstellung mit der Realität. Wenn das der Fall ist, haben Sie zumindest wertvolle Berufserfahrung gesammelt. Zudem gewinnt man dadurch neue Erkenntnisse über die eigene Person und kann sich noch gezielter bewerben. Apropos Bewerbung: Tipps dazu könnt ihr regelmäßig auf unserer Website Jobweiser.at und in unseren Artikeln nachlesen!

 

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Fit am Schreibtisch: mit diesen Übungen bleiben Sie entspannt!

Wir tun unserem Körper nichts Gutes, wenn wir täglich mehrere Stunden vor einem Computer sitzen.

Um dabei nicht Gefahr zu laufen, Kreuzschmerzen oder sogar Übergewicht zu bekommen, gibt es hier ein paar einfache Tipps zur Bürofitness. Zudem können Sie Ihre Pausen sinnvoll nutzen und etwas für Ihr Wohlbefinden tun. Motivieren Sie auch Ihre Kollegen, mitzumachen! Wenn Ihre Kollegen auch partizipieren ist die Wahrscheinlichkeit höher, diese Übungen regelmäßig auszuführen. Also nichts wie los und viel Spass bei den Übungen!

Quelle: https://www.northwestpharmacy.com/healthperch/desk-stretches/

Onboarding bei neuen Mitarbeitern 1/2

Onboarding hat mehr als einer genauen Einschulung in das Aufgabengebiet und das Festsetzen von Zielen zu tun. Onboarding ist vielmehr ein monatelanger Prozess, der darauf abzielen sollte neue Mitarbeiter in das Unternehmen zu integrieren und somit langfristig die Produktivität zu heben und zu erhalten.

Damit sollen auch Enttäuschungen und unerfüllte Erwartungen mit Wissen und Sicherheit ausgebremst werden. Professionelle Unternehmen haben die Wichtigkeit dieses Prozesses schon erkannt und das „An-Bord-Nehmen“ neuer Mitarbeiter längst in ihr Repertoire aufgenommen. Im Idealfall beginnt das Onboarding bereits vor dem ersten Arbeitstag. Damit dieser an seinem ersten Tag nicht in ein tiefes Loch fällt, sollten folgende Dinge per Checkliste schon geklärt sein:

  • Formalitäten: Formale Dinge wie das Unterzeichnen des Dienstvertrages sollten bereits an einem gesonderten Termin passiert sein. Auch sollten wichtige Utensilien, wie diverse Zutritts-, Essens- und Zeiterfassungskarten bereits vorbereitet sein.
  • To-Dos:Alle Mitarbeiter, die am Onboarding-Prozess beteiligt sind, sollten im Vorfeld wissen, welche Aufgaben sie haben und was sie dem oder der “Neuen” näherbringen sollten. Vor allem, wenn ein Buddy- bzw. Patensystem besteht.
  • Schreibtisch, Rechner, Arbeitsmittel: Klingt banal, ist aber bei weitem nicht selbstverständlich. Wenn jemand Neues beginnt, sollte er oder sie einen vollständigen Arbeitsplatz mit allen notwendigen Arbeitsmitteln vorfinden – inklusive E-Mail-Adresse, Telefon(durchwahl), Visitenkarten, Papier und Stiften.
  • Informationen zugänglich machen: Sämtliche relevanten Unterlagen müssen zur Verfügung stehen (z. B. Geschäftsberichte, Unternehmensleitbild, etc.). Alles, woraus ein neuer Mitarbeiter Wissen zum Unternehmen nachlesen kann.

 

Und danach ist es dann endlich soweit und der neue Mitarbeiter startet im Unternehmen. Wie das Onboarding in der ersten Woche im Idealfall weitergehen sollte, erfahren Sie in unserem nächsten Artikel.

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Arbeiten bis zum Umfallen, oder: Burn Out

Eine Hauptursache für Burn Out ist mit Sicherheit der immer größer werdende Druck in unserer heutigen Gesellschaft. Trotz der Nebenwirkungen, die mit Schlafstörungen beginnen und in schweren Depressionen enden können, geht oft lange alles gut und niemand merkt etwas – meist nicht mal der Betroffene selbst. Doch irgendwann reicht schon ein kleiner Auslöser und der Damm bricht. Man ist „ausgebrannt“ und nix geht mehr.

Burn Out kann jeden treffen. Tatsächlich wird angenommen, dass bis zu zehn Prozent aller Erwerbstätigen daran leiden, die Dunkelziffer ist wahrscheinlich noch höher. Damit es erst gar nicht zu einer quasi kompletten Entleerung der Akkus kommt, sollte jeder und jede auf sich und seine individuellen Bedürfnisse achten und darum bemühen, nicht in die Burn Out – Falle zu tappen. Denn das kann oft schneller gehen als gedacht. Neben äußeren Faktoren wie der Arbeit spielt auch immer die Persönlichkeit eines Menschen eine große Rolle, wie hoch das Risiko für Burn Out ist. Denn wir sind nicht alle gleich und nicht jeder fühlt sich mit gleichen Arbeitspensum wohl. Regelmäßige Entspannung ist eine der grundlegendsten Maßnahmen, um der psychischen und physischen Erschöpfung vorzubeugen.

Lesen Sie hier nach, wie sich eine Arbeitnehmerin aus den USA 2 Tage für ihre psychische Gesundheit frei nahm und von ihrem Chef dafür gelobt wurde.

Ausgleich findet jeder Mensch woanders, meistens jedoch während der Freizeit. Für diese sollte man sich auch genügend Zeit nehmen. Das soll allerdings nicht bedeuten, dass jede Überstunde oder das abendliche Checken der Firmenmails hin und wieder schon zwangsläufig ins Burn Out führen. Wichtig ist es aber, sich auf sich selbst zu konzentrieren und frühzeitig zu erkennen wenn es zu viel wird, um noch rechtzeitig die Notbremse ziehen zu können. Folgend Symptome sind typisch:

  • Verstärkter Arbeitseinsatz & Vernachlässigung eigener Bedürfnisse
  • Verdrängung von Konflikten, Bedürfnissen & Problemen
  • Sozialer Rückzug & Verhaltensänderungen (z.B. ungewöhnlich starke Gereiztheit)
  • Verlust des Gefühls für die eigene Persönlichkeit
  • Innere Leere
  • Depression und Verzweiflung

Wer sich nicht sicher ist, ob er oder sie an Burn Out leidet, sollte sich Rat vom Experten (Hausarzt, Betriebsarzt) holen. Auf der Burn Out Plattform gibt es außerdem weitere Informationen zum Thema Hilfe und Prävention.

It’s not me, it’s you: Wie man mit Jobabsagen richtig umgeht

Viele von uns kennen diese Situation: Sie haben viel Zeit und Mühe für die perfekte Bewerbung investiert, mit der Hoffnung zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Sie holen sich umfassende Informationen zum Unternehmen ein und geben im Gespräch Ihr Bestes. Anschließend warten Sie ungeduldig auf den Telefonanruf oder die E-Mail. Und dann heißt es: „Danke, aber nein danke“.

 

Jobabsagen – in welcher Form auch immer –  sind nie schön. Auch wenn Selbstbewusstsein Ihr zweiter Vorname ist, spätestens wenn sich die Absagen häufen beginnt jeder sich selbst in Frage zu stellen. Aber welche Möglichkeiten gibt es, besser damit umzugehen oder sogar einen Vorteil daraus zu gewinnen?

  1. Es liegt nicht immer an Ihnen: Es gibt Dinge, die kann man als Bewerber leider nicht beeinflussen. Auch wenn Sie noch so gut auf die Stellenbeschreibung passen, motiviert Sie sind und wie perfekt Sie für die Position scheinen – es kann immer jemanden geben, der vielleicht etwas mehr Erfahrung hat als Sie oder diese eine Qualifikation mehr bringt. Bei 100 Bewerbungen müssen nun mal 99 Absagen erteilt werden. Das bedeutet also keinesfalls, dass Sie schlecht sind. Meistens hat jemand, der vielleicht zu diesem Zeitpunkt etwas mehr Qualifikation mitgebracht hat, zufällig auch gerade den selben Job wie Sie gesucht haben. Bei der nächsten Bewerbung könnte sich der Spieß aber schon wieder umdrehen!
  2. Betrachten Sie es als Lernerfahrung: Je mehr Bewerbungen Sie schreiben und je mehr Interviews Sie führen, desto besser werden Sie darin. Wichtig dabei: Holen Sie wann immer es geht Feedback ein. Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie dieses auch ernst nehmen. Es kann Ihnen helfen, besser zu werden oder aber auch Ihre Methoden zur Jobsuche entsprechend anzupassen. Damit können Sie aktiv zu Ihrem künftigen Erfolg beitragen.
  3. Vielleicht haben SIE etwas Besseres verdient? Schon mal daran gedacht? Nach Jobabsagen verfolgt einem oft der Gedanke, dass man eine Zusage gar nicht verdient hat. Aber womöglich ist genau das Gegenteil der Fall und der Job war nicht gut genug für SIE, weil Sie etwas Besseres verdienen. Dieser Grundgedanke wird Ihnen ungemein helfen, weiterhin positiv an die Jobsuche heranzugehen und den Mut nicht zu verlieren!

 

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World Youth Skill Day: Studie zur Jugendarbeitslosigkeit (NEETs) in Österreich

Jugendarbeitslosigkeit ist ein ernstzunehmendes Thema in Österreich.

Von der UN ins Leben gerufen soll der „World Youth Skill Day“ daran erinnern, wie wichtig Bildung, Erziehung und die ständige Weiterentwicklung sind um die Jugendarbeitslosigkeit zu unterbinden.

Junge Menschen haben es heute schwerer denn je, erfolgreich in den Arbeitsmarkt einzutreten. Jugendarbeitslosigkeit ist weltweit ein ernstzunehmendes Thema. Noch dazu kommt die Problematik, dass Jugendliche oft unterbezahlt werden oder nur durch Teilzeitbeschäftigung, Befristung oder anderen atypischen Arbeitsverhältnissen überhaupt den Eintritt in den Arbeitsmarkt schaffen. Aus- und Weiterbildung sollen die Schlüsselfaktoren für Erfolg in der heutigen und zukünftigen Arbeitswelt für unsere Jugend sein. Leider schaffen viele existierende Bildungssysteme nicht, den Bedürfnissen der jungen Generation und dem Arbeitsmarkt gerecht zu werden. Die Vereinten Nationen rücken – in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen – den heutigen Tag unter dem Motto „Skills Development to Improve Youth Employment“ ins Rampenlicht und wollen somit mehr Bewusstsein für die Anforderungen und Bedürfnisse des künftigen Arbeitsmarkts schaffen.

Österreich führte 2014 eine Studie über die Zielgruppe der NEETs durch, also Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren, die nach dem EU-Labour-Force-Konzept nicht beschäftigt sind und keiner Bildung oder Schulung nachgehen (Not in Employment, Education or Training).

Die Jugendarbeitslosenquote hat eine begrenzte Aussagekraft über die tatsächliche Arbeitsmarktlage und das Ausgrenzungsrisiko von Jugendlichen. Vermehrt fokussieren daher die europäische Arbeitsmarktforschung und die politischen Entscheidungsträger auf den so genannten NEET-Indikator, der auf eine Erfassung der weder im Beschäftigungs- noch im Ausbildungssystem integrierten Personen abzielt. Die vorliegende Studie befasst sich mit den Fragen, wie viele Jugendliche in Österreich von einem NEET Status betroffen sind, welche sozialstrukturellen Merkmale diese Jugendlichen aufweisen und welche Ursachen dafür verantwortlich sein könnten, die zu einer NEET-Betroffenheit führen. 

Die Ergebnisse zeigen, dass im Durchschnitt der Jahre 2006 bis 2011 rund 78.000 Jugendliche bzw. junge Erwachsene zwischen 16 und 24 Jahren in Österreich weder am Arbeitsmarkt, noch im Bildungs- und Ausbildungssystem anzutreffen waren. Dies sind 8,6% aller jungen Menschen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren (NEET-Rate). Die Betrachtung im Zeitverlauf zeigt, dass der Anteil bzw. die Anzahl der NEET-Jugendlichen stark konjunkturabhängig ist. So stieg die NEET-Rate von 7,8% im Jahr 2008 auf 9% bzw. 9,1% im Jahr 2009 und 2010.

Die gesamten Ergebnisse dieser Studie finden Sie hier, eine Zusammenfassung der Studie hier.

Gute Bewerber springen vorzeitig ab? Teil 1: Die Gründe

Auf der Suche nach einem Job werden Kandidaten wieder aufs Neue auf eine Geduldsprobe gestellt, denn bewerben heißt auch immer warten. Aber nicht nur Bewerber sollten sich in Geduld üben, sondern auch Unternehmen, die auf der Suche nach den passenden Kandidat*innen sind. Denn nicht selten springen diese noch während des Bewerbungsprozesses ab und die Suche beginnt von vorne. Grund dafür ist häufig, dass der Bewerbungsprozess zu lange dauert.

Mehr als die Hälfte der österreichischen Personalverantwortlichen gibt an, dass das Einstellungsverfahren in ihrem Unternehmen von Jahr zu Jahr länger dauert. Die Gründe sind vielfältig: Nicht selten gibt es bei offenen Positionen zu wenig qualifizierte Bewerber. Die Suche nach dem Wunschmitarbeiter verzögert sich. Hat man diesen dann doch gefunden, spring er oder sie oftmals noch vor Vertragsunterzeichnung ab und nimmt ein anderes Angebot an. Grund dafür wiederum ist, dass Bewerber heutzutage viel anspruchsvoller gegenüber potenziellen Arbeitgebern sind als noch vor einigen Jahren. Und wenn man weiß, wie viel man auf dem Arbeitsmarkt wert ist, kann man sich oft das beste Angebot aussuchen. Viele Unternehmen führen zudem mehrere Gesprächsrunden durch, die den Bewerbungsprozess weiter verzögern.

Folgende Grafik zeigt die Ergebnisse einer Online-Umfrage von über 700 Arbeitnehmern. Demnach klagen knapp 70% der Befragten über sehr späte oder gar keine Reaktion auf ihre Bewerbungen:

Quelle: karriere.at

 

In Teil 2 erfahren Sie, wie Sie zu lange Verzögerungen vermeiden können, damit qualifizierte Bewerber künftig nicht mehr abspringen.

Und falls Sie den richtigen Kandidaten bereits gefunden und eingestellt haben, könnte Sie das auch interessieren: Mitarbeiter motivieren und binden

Geheimcodes im Arbeitszeugnis & was sie bedeuten

Beim Suchen eines neuen Jobs schickt man meistens auch direkt die Arbeitszeugnisse bisheriger Beschäftigungen mit. Grundsätzlich sind Aufbau und Formulierung Sache des Arbeitgebers, einige gesetzliche Vorschriften müssen aber beachtet werden. So darf ein Arbeitszeugnis in Inhalt und Form nichts enthalten, dass dem Arbeitnehmer bei der Bewerbung um einen Job im Weg steht oder erschwert. Dennoch gibt es bestimme Phrasen unter Personalern, die den Sinn haben negative Botschaften hinter positiven Formulierungen zu verstecken.

Bei dieser Phrase lohnt es sich als Bewerber, genauer hinzuschauen:

  1. „…. Aufgaben stets zur vollsten Zufriedenheit erledigt“ – bei dieser Formulierung darf man sich als Arbeitnehmer auf die Schulter klopfen – ein klares Sehr Gut!
  2. „Frau M. hat sich stets bemüht“ – soll heißen, bemüht hat sie sich zwar, das Ergebnis war trotzdem fraglich.
  3. „Herr X. hat sich im Rahmen seiner Fähigkeiten eingesetzt… „ – Klartext: Der Rahmen war derartig eng, dass nur für wenige Fähigkeiten Platz war.
  4. „Herr A. hat die übertragenen Arbeiten ordnungsgemäß erledigt“ – ordnungsgemäß schon, aber auch nicht mehr. Keine Eigeninitiative.
  5. „Frau P. war stets mit Interesse und Begeisterung bei der Sache“ – soll nicht heißen, dass dies zum Erfolg beigetragen hat.

 

Tipp: Arbeitszeugnisse können bis zu 30 Jahre nach Dienstende beim jeweiligen Arbeitgeber angefordert werden!

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Arbeitszeugnis tatsächlich so gut ist wie es auf den ersten Blick scheint nehmen Sie unser Service von Jobweiser in Anspruch und lassen Sie Ihre Bewerbung von uns checken! Hier können Sie sich außerdem alle Tipps zum Thema Jobsuche in einem Videotraining auf video2brain oder LinkedIn Learning ansehen!

 

Arbeitszeiten an Feiertagen in Österreich

An gesetzlichen Feiertagen gebührt Arbeitnehmer*innen grundsätzlich eine Ruhezeit von mindestens 24 Stunden, welche spätestens um 6 Uhr des Feiertages beginnen muss. Dennoch kommt es vor, dass Arbeitnehmer an einem gesetzlichen Feiertag arbeiten, weil dies z.B. im Kollektivvertrag der jeweiligen Branche erlaubt und geregelt ist. Die Feiertagsregelung für Arbeitszeiten kann man im FtrG nachlesen.

Das Feiertagsruhegesetz (FtrG) in Österreich kennt 13 Feiertage:

  • Neujahrsfeiertag (1. Jänner)
  • Heilige Drei Könige (6. Jänner)
  • Ostermontag
  • Staatsfeiertag (1. Mai)
  • Christi Himmelfahrt
  • Pfingstmontag
  • Fronleichnam
  • Mariä Himmelfahrt (15. August)
  • Nationalfeiertag (26. Oktober)
  • Allerheiligen (1. November)
  • Mariä Empfängnis (8. Dezember)
  • Christtag (25. Dezember)
  • Stefanitag (26. Dezember)

Zwei dieser Feiertage sind nicht religiös, nämlich der 1. Mai und der 26. Oktober. Damit liegt Österreich knapp über dem EU-Durchschnitt von jährlich 12,2 Feiertagen (Zypern liegt mit 17 Tagen vorn, Spanien mit 8 hinten).

Für das Arbeiten an Feiertagen gebührt Arbeitnehmer*innen zusätzlich zum Entgelt ein Feiertagsarbeitsentgelt. Auch geleistete Überstunden neben der Normalarbeitszeit müssen als Überstunden abgegolten werden. Arbeiten an Feiertagen ist also durchwegs möglich, allerdings müssen Arbeitgeber immer die gesetzlichen und vertraglichen Normen – insbesondere den anzuwendenden Kollektivvertrag beachten, um keine rechtlichen Probleme zu riskieren.

Übrigens: vor einigen Wochen ist eine heftige Debatte darüber entstanden, ob der Karfreitag ein freier Tag für alle in Österreich werden solle (derzeit gilt dieses Karfreitagsregelung nur für evangelisch Gläubige). Grund für die Debatte war die Klage eines Arbeitnehmers, der sich von seinem Arbeitgeber gegenüber seinen evangelischen Kollegen diskriminiert gefühlt hat. Der Fall hat es sogar bis zum Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg geschafft.

Details dazu können Sie hier nachlesen: Die Presse: Karfreitag vorerst kein arbeitsfreier Feiertag für alle

Stellenanzeige: Wie Sie die besten Bewerber*innen ansprechen

Die Stellenanzeige ist neben der Website das Aushängeschild eines Unternehmens und für Bewerber oft der entscheidende Grund zur ersten Kontaktaufnahme. Personalmanager wollen mit dem Inserat die besten Mitarbeiter für das Unternehmen finden, daher ist und wird es auch künftig umso wichtiger, mit einem überzeugenden Jobinserat als attraktiver Arbeitgeber zu punkten.

In erster Linie sollten die „Hard facts“ mit dem Inserat beantwortet werden, also der

  • Name des Unternehmens (Ausnahme: Chiffre-Anzeigen!)
  • Kurzbeschreibung des Unternehmens
  • Bezeichnung der offenen Position
  • Aufgabengebiete, Anforderungen, Angebot an Bewerberinnen und Bewerber
  • Arbeitsort, Gehalt und das Eintrittsdatum

Außerdem gut zu wissen: kurze Aufzählungen (z.B. der Anforderungen) wirken besser und sind angenehmer zu lesen als lange und viele Textabsätze. Und auch Bilder haben neben dem Text eine große Wirkung, denn sie lockern auf und sorgen dafür, dass ein Inserat hervorsticht und Aufmerksamkeit erweckt.

Grundsätzlich gilt: das Stelleninserat sollte alle nötigen Informationen für potenzielle Bewerberinnen und Bewerber enthalten und so gestaltet sein, dass man auch Lust auf eine Zusammenarbeit bekommt. Gleichzeitig soll das Inserat aber keinem Roman gleichen, sondern es muss schnell erkennbar sein, worum es in der Anzeige geht. Unternehmen dürfen auch nicht vergessen: Ein Stelleninserat ist die ideale Gelegenheit, sich als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren, Werbung für das Unternehmen zu machen und potenzielle Mitarbeiter zu überzeugen.

Sehen Sie hier ein Beispiel für ein Stelleninserat:

 

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