Arbeiten für den Lebenslauf?
18 Apr 2018

Arbeiten für den Lebenslauf?

Ein Leben lang im selben Job arbeiten

18 Apr 2018

Ein Leben lang im selben Job arbeiten – das war früher mal. Heutzutage ist die Arbeitswelt viel abwechslungsreicher, es gibt viel mehr Möglichkeiten. Das spiegelt sich auch in den Lebensläufen wieder, oder sollte es zumindest. Warum es völlig okay ist und unsere Mitarbeiterin Judith es sogar gut findet, regelmäßig den Arbeitsplatz zu wechseln.

Wenn man als Personalerin regelmäßig vor einem Stapel neuer Bewerbungen sitzt und nur einige davon für ein Vorstellungsgespräch auswählen kann, muss man ein System entwickeln um schnell „aussortieren“ zu können. Man lernt schnell, auf gewisse Punkte im Lebenslauf zu achten, allen voran natürlich die Aufbereitung der Unterlagen, Rechtschreibfehler etc. Ein weiterer Punkt ist die Anzahl und Dauer der vergangenen Jobs (natürlich auch abhängig vom Alter des Bewerbers). Ist die Anzahl zu hoch, wird die Bewerbung schnell mal mit dem Argument „So viele Jobwechsel in der Vergangenheit, der/die kann sich anscheinend nicht festlegen“ auf den nein-danke-Stapel verschoben. Was ist die Konsequenz vieler Bewerber? Aus Angst zu viele Jobwechsel im Lebenslauf zu haben bleibt man lieber in einem Job, der einem nicht glücklich macht, aber zumindest im Lebenslauf dann gut aussieht.

Aber was ist so schlimm daran, wenn man öfters mal den Job wechselt, sich für andere Bereiche interessiert, sich weiterentwickelt, vielleicht später mal keinen Bezug mehr zu dem hat was man mal studiert hat? Meine Meinung: gar nichts! Ich finde es sogar gut, wenn man Dinge ausprobiert, selbst wenn man dabei nur feststellt, dass diese doch nichts für einen sind. Denn im Endeffekt ist es doch immer so, dass wir nur die Dinge bereuen, die wir NICHT gemacht haben und nicht die wir gemacht haben. Erst so findet man doch überhaupt erst heraus, wo die eigene Leidenschaft liegt, welche Stärken und Schwächen man hat wo man etwas bewirken kann. Und das wiederum kommt dann auch dem Unternehmen zugute. Denn auf lange Sicht gesehen möchte man doch auch als Arbeitgeber niemanden bezahlen, der nur seine Zeit bis zur Pension absitzt.

PRO TIPP: Solange ihr euren Jobwechsel nachvollziehbar argumentieren könnt, solltet ihr keine Angst haben etwas Neues zu wagen.

Für mich persönlich ist es schwierig längerfristig einer Tätigkeit nachzugehen, in der ich keinen Sinn sehe. Aber auch ich habe früher nach Jobs und Unternehmen gesucht, die sich gut in meinem Lebenslauf machen. Ob ich das jetzt bereue: nein. Ich konnte viel Erfahrungen sammeln und habe viel über mich selbst und die Arbeitswelt gelernt. Ob ich einen einwandfreien Lebenslauf nochmal über meine eigenen Wünsche stellen werde? Sicher nicht. Denn 40 Stunden Lebenszeit pro Woche für einen ungeliebten Job ist mir ein zu hoher Preis den meiner Meinung nach niemand – der die Möglichkeiten hat – bereit sein sollte zu zahlen.

Na, bereit für Veränderung? Wenn ihr Informationen zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen benötigt, findet ihr diese hier, oder nutzt unseren Service von Jobweiser!

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