Kein gesetzlicher Anspruch auf 13. und 14. Monatsgehalt in Österreich?
03 Apr 2018

Kein gesetzlicher Anspruch auf 13. und 14. Monatsgehalt in Österreich?

Beim 13. und 14. Monatsgehalt (auch Urlaubsgeld

03 Apr 2018

Beim 13. und 14. Monatsgehalt (auch Urlaubsgeld und Weihnachtsremuneration genannt) handelt es sich um Sonderzahlungen, die in Österreich mehr oder weniger als „normal“ angesehen werden. Doch tatsächlich besteht kein gesetzlicher Anspruch auf diese Sonderzahlungen.

Den Anspruch auf das 13. und 14. Monatsgehalt regelt der Kollektivvertrag der jeweiligen Branche. Die meisten Branchen in Österreich unterliegen einem Kollektivvertrag. Bei den wenigen Arbeitnehmern, deren Arbeitsverhältnis keinem Kollektivvertrag unterliegt, besteht kein Anspruch auf diese Sonderzahlungen, es sei denn diese werden einzelvertraglich vereinbart. Das gleiche gilt auch für freie Dienstnehmer. Diese Personen müssen also auch die Großzügigkeit des Chefs bzw. der Chefin hoffen. Teilzeit- und geringfügig Beschäftigte haben übrigens genauso Anspruch auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld wie Vollzeit Arbeitende. Die Höhe der Sonderzahlungen orientieren sich immer am Grundgehalt.

Eine weitere Besonderheit: das 15. Monatsgehalt. In einigen Branchen – z.B. der Medienbranche – sehen manche Kollektivverträge ein 15. Monatsgehalt vor, wobei diese nicht ganz unumstritten sind. Auch manche Banken zahlen noch ein 15. Monatsgehalt aus, dies wurde als Geld für Arbeitskleidung (im Kundenkontakt) begründet. Schließlich wird erwartet, dass Mitarbeiter einer Bank gehobene Businesskleidung tragen.

Tatsache ist: Egal ob 12 oder 15 Monatsgehälter, am Ende kommt es immer auf das BruttoJAHRESgehalt an. Mit diesem Wert könnt ihr am besten Vergleiche ziehen.

In diesem Artikel könnt ihr nochmals nachlesen, was ein Kollektivvertrag ist und was dieser sonst noch regelt: Was ist eigentlich ein Kollektivvertrag?

Leave a comment
More Posts
Comments

Comments are closed.