Sommer, Sonne, Cocktailschirmchen: ab in den Urlaub!
16 Jun 2017

Sommer, Sonne, Cocktailschirmchen: ab in den Urlaub!

Der Sommer steht vor der Tür und

16 Jun 2017

Der Sommer steht vor der Tür und damit startet auch die lang ersehnte Urlaubssaison! Was es für Sie bei den Themen Urlaub und Arbeit arbeitsrechtlich zu beachten gibt haben wir hier zusammengefasst:

  • Pro Arbeitsjahr gebührt jedem Arbeitnehmer ein Urlaub von 5 Wochen. Bei einer 5-Tage-Woche sind das 25 Arbeitstage, bei einer Teilzeitbeschäftigung mit z.B. 3 Arbeitstagen pro Woche sind es 15 Arbeitstage. Bei Teilzeitbeschäftigten ist der Urlaubsanspruch also nicht von der Stundenanzahl abhängig, sondern bemisst sich an der Anzahl der Arbeitstage in der Woche.
  • Der Urlaubsanspruch erhöht sich nach 25 Beschäftigungsjahren auf 6 Wochen.
  • Zu Beginn des Arbeitsverhältnisses wird der Urlaub anteilig berechnet, sodass pro Monat ca. 2 Arbeitstage (bei einer 5-Tage-Woche) Urlaub gebühren. Nach 6 Monaten entsteht der volle Urlaubsanspruch von 5 Wochen und am 1. Tag des neuen Arbeitsjahres oder am 1.1. des Folgejahres entsteht der volle Urlaubsanspruch.
  • Sollten Sie schon länger im selben Unternehmen beschäftigt sein und schon einiges an Urlaub „angespart“ haben, dann sollten Sie keinesfalls vergessen, dass Ihr Urlaubsanspruch nach 3 Jahren verjährt, d.h. Sie können sich max. 3 Urlaubsansprüche gleichzeitig ansparen.
  • Im Falle einer Erkrankung während des Urlaubs hängt es von der Dauer der Krankheit ab, ob die Zeit noch als Urlaub zählt. Wenn die Krankheit länger als 3 Kalendertage dauert, zählt diese Zeit nicht mehr als Urlaub, bei weniger als 3 Kalendertagen schon. Die dadurch nicht verbrauchten Urlaubstage werden wieder dem restlichen Urlaubskonto gutgeschrieben.
  • Ihren Urlaub müssen Sie immer in Absprache mit Ihrem Arbeitgeber vereinbaren. Weder Sie können ohne Zustimmung des Arbeitgebers einfach so in Urlaub noch fahren, noch kann der Arbeitgeber einseitig einen Urlaub anordnen.
  • Sollten Sie Ihr Unternehmen verlassen, so kann ein offener Urlaubsanspruch noch zum Ende des Arbeitsverhältnisses verbraucht werden (was häufig der Fall ist), oder Sie erhalten eine finanzielle Urlaubsersatzleistung. Auch in diesem Fall zählt, was mit dem Arbeitgeber vereinbart wurde.

Im besten Fall sollte der jährliche Urlaub immer auch tatsächlich noch im selben Jahr verbraucht und nicht auf die nächsten Jahre verschoben werden. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen schönen und erholsamen Urlaub!

Auch interessant im Zusammenhang mit arbeitsrechtlichen Fragestellungen: Arbeitsverhältnisse auf Probe.
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